GX 390 Motorschaden weiteres Vorgehen

Für die "Anti 2Takt Fraktion" 4 Takter, Honda, B&s usw.
max.h
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Re: GX 390 Motorschaden weiteres Vorgehen

Beitrag von max.h »

Eigentlich wäre ich jetzt auch soweit die Ersatzteile zu bestellen, doch mich interessiert was die Ursache des Schadens war.
Habt Ihr da Ideen?
Dann könnte man noch auf weitere Schäden prüfen, bzw. bestimmte Teile verstärkt einbauen.
LTZ-Micha
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Re: GX 390 Motorschaden weiteres Vorgehen

Beitrag von LTZ-Micha »

Moin Max,

ich bin Micha von JBMK GX Racing. Ruf mich doch gerne einfach mal an und wir schnacken mal über deine aktuelle Herausforderung. EIne Lösung finden wir sicherlich für Dich. Hauptsache, du und dein Motor kommen wieder auf die Strecke!

Meine Kontaktdaten findest du auf meiner Webseite unter https://gx-racing.de

Beste Grüße aus dem Emsland
RedBlackLink94
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Re: GX 390 Motorschaden weiteres Vorgehen

Beitrag von RedBlackLink94 »

Hallo Max,

Ich schlage auch JBMK GX Racing als Ansprechpartner vor, kommen hier bei mir aus der Ecke.
Kenne die von den hiesigen Kartbahnen hier, auch schon persönlichen Kontakt gehabt.
Sehr kompetent!

MFG.
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MZ-HB
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Re: GX 390 Motorschaden weiteres Vorgehen

Beitrag von MZ-HB »

Verstärkte Ventilfedern und Standart Kipphebel waren früher schon keine gute Kombination. Dazu dann noch knappes Ventilspiel und der Bruch der Kipphebel war eigentlich schon vorprogrammiert.
Karts ohne Schalthebel sind Spielzeug. ;)
WSRT Karting Team
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Re: GX 390 Motorschaden weiteres Vorgehen

Beitrag von WSRT Karting Team »

janni851 hat geschrieben: 29.06.2026, 21:11 Ich wäre bei den Schütteteilen etwas vorsichtig. Das sind früher wohl oft Tuningteile aus Amerika gewesen, für die hier sonst kein Support besteht.

Bei nem 390er würde ich einfach original bleiben, wenn nicht mehr Leistung gefahren wird. Was in der GTC ewig hält kann nicht schlecht sein.

Du kannst H3 Motorsport mal kontaktieren. Er ist auch hier im Forum unterwegs und betreut die GTC:

https://www.h3motorsport.de/

Was verstehst du unter “Sportvergaser”? Wie viel Leistung hat der Motor? 5.500u/min sind für einen SDQ5 in Ordnung, ein SHQ4 konnte höher drehen.


Hallöchen,

hätte ich auch vorgeschlagen, wir haben unsern GX390 auch zu ihm gegeben. Der kam wie neu zurück und ist jetzt ne Bombe. Lass den Motor einmal von www.h3motorsport.de neu aufsetzen dann weisst du das er einmal komplett in Ordnung ist. dann hast du erst einmal 50-60 Stunden deine Ruhe bevor was falsch gemacht wird.

Lg aus dem Sauerland
NoahWinterfeld
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Re: GX 390 Motorschaden weiteres Vorgehen

Beitrag von NoahWinterfeld »

Bei deinem GX390 solltest du vor einem Austausch unbedingt die Nockenwelle prüfen, wenn die Stößelstange krumm ist, kann das weitere Schäden bedeuten. Verstärkte Teile sind zwar nett, aber oft sind Originalteile zuverlässiger und leichter zu bekommen. Viele empfehlen, den SXQ4 nur zu fahren, wenn man keine hohe Leistung erwartet. Für Karting ist der SHQ5 besser geeignet, besonders für höhere Drehzahlen. Hol dir Tipps von Profis im GX Racing, das schützt vor bösen Überraschungen.
max.h
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Re: GX 390 Motorschaden weiteres Vorgehen

Beitrag von max.h »

Weil so viele JMBK GX Racing empfahlen, hatte ich die Firma mal kontaktiert. Bin dort also hin mit meinem Gx390 mit dem geschilderten Motorschaden. Vor Ort hat sich Micha um mich gekümmert und sich viel Zeit genommen, den Schaden gemeinsam zu analysieren und den Motor wieder aufzubauen. Besonders gefallen hat mir, dass jeder Schritt verständlich erklärt wurde und ich selbst viel dazulernen konnte. Man merkt, dass dort nicht nur repariert wird, sondern dass den Jungs zufriedene Kunden wirklich am Herzen liegen. Auch auf viele Feinheiten und Details wurde geachtet. Nur eine Woche nach dem Motorschaden war ich heute wieder in Kerpen auf der Bahn. Vorher hatte ich auch ein Problem mit dem Choke, den musste ich immer halb drin lassen sonst ging der Motor aus, eine falsche Kopfdichtung war auch drauf, jetzt habe ich auch wieder spürbar mehr Leistung. Nochmal ein großes Dankeschön, ich komme auf jeden Fall gerne wieder.
LTZ-Micha
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Re: GX 390 Motorschaden weiteres Vorgehen

Beitrag von LTZ-Micha »

max.h hat geschrieben: 05.07.2026, 23:16 Weil so viele JMBK GX Racing empfahlen, hatte ich die Firma mal kontaktiert. Bin dort also hin mit meinem Gx390 mit dem geschilderten Motorschaden. Vor Ort hat sich Micha um mich gekümmert und sich viel Zeit genommen, den Schaden gemeinsam zu analysieren und den Motor wieder aufzubauen. Besonders gefallen hat mir, dass jeder Schritt verständlich erklärt wurde und ich selbst viel dazulernen konnte. Man merkt, dass dort nicht nur repariert wird, sondern dass den Jungs zufriedene Kunden wirklich am Herzen liegen. Auch auf viele Feinheiten und Details wurde geachtet. Nur eine Woche nach dem Motorschaden war ich heute wieder in Kerpen auf der Bahn. Vorher hatte ich auch ein Problem mit dem Choke, den musste ich immer halb drin lassen sonst ging der Motor aus, eine falsche Kopfdichtung war auch drauf, jetzt habe ich auch wieder spürbar mehr Leistung. Nochmal ein großes Dankeschön, ich komme auf jeden Fall gerne wieder.
Hey Max, da warst du aber flott mit der Montage des Motors auf dein Chassis 👍🏻 war ja gestern doch recht spät für dich, bis du wieder zu Hause warst. Top Leistung!

Freut uns, dass wir dir weiterhelfen konnten und du heute wieder auf der Strecke warst.

Allzeit gute Fahrt und viel Spaß weiterhin
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janni851
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Re: GX 390 Motorschaden weiteres Vorgehen

Beitrag von janni851 »

max.h hat geschrieben: 05.07.2026, 23:16 Weil so viele JMBK GX Racing empfahlen, hatte ich die Firma mal kontaktiert. Bin dort also hin mit meinem Gx390 mit dem geschilderten Motorschaden. Vor Ort hat sich Micha um mich gekümmert und sich viel Zeit genommen, den Schaden gemeinsam zu analysieren und den Motor wieder aufzubauen. Besonders gefallen hat mir, dass jeder Schritt verständlich erklärt wurde und ich selbst viel dazulernen konnte. Man merkt, dass dort nicht nur repariert wird, sondern dass den Jungs zufriedene Kunden wirklich am Herzen liegen. Auch auf viele Feinheiten und Details wurde geachtet. Nur eine Woche nach dem Motorschaden war ich heute wieder in Kerpen auf der Bahn. Vorher hatte ich auch ein Problem mit dem Choke, den musste ich immer halb drin lassen sonst ging der Motor aus, eine falsche Kopfdichtung war auch drauf, jetzt habe ich auch wieder spürbar mehr Leistung. Nochmal ein großes Dankeschön, ich komme auf jeden Fall gerne wieder.
Top, das alles so gut geklappt hast.

Auf welcher Bahn in Kerpen bist du gefahren? Auf die lange lassen sie doch eigentlich nichts mehr mit mehr als 125ccm (bzw. nur mit Sondergenehmigung?). Hast du da Tipps?
LTZ-Micha
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Re: GX 390 Motorschaden weiteres Vorgehen

Beitrag von LTZ-Micha »

Hallo zusammen,

zunächst einmal möchten wir uns bei janni851 und RedBlackLink94 bedanken, dass ihr JBMK GX Racing in diesem Thema erwähnt habt. Dadurch hatten wir die Möglichkeit, uns den Motor einmal genauer anzusehen und Max bei der Reparatur zu helfen.

Da der Motor inzwischen wieder läuft, möchten wir kurz zusammenfassen, was wir festgestellt haben. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen bei zukünftigen Fehlersuchen.

Folgende Auffälligkeiten haben wir beim Zerlegen festgestellt:
  • Der Motor war aus verschiedenen Komponenten anderer Motoren und Nachbauteilen aufgebaut. Einige Kombinationen passten technisch nicht sinnvoll zusammen.
  • Verbaut war eine dicke Kopfdichtung für Flachkolben, obwohl ein Tellerkolben (Nachbau, nicht original) montiert war. In dieser Kombination wäre eine dünne Kopfdichtung die richtige Wahl gewesen, da der Motor in der vorgefundenen Konstellation weniger Kompression hatte. Der Zylinderkopf zeigte zudem keine Anzeichen dafür, dass er entsprechend bearbeitet wurde.
  • Außerdem verfügt der Motor nicht über eine Zentrifugalschmierung. Für den dauerhaften Einsatz im Kartsport sehen wir das als deutlichen Nachteil, insbesondere mit einem Pleuel ohne Lagerschalen.
  • Die Ventile waren absolut undicht. Einlasskanal und Einlassventil waren extrem stark verkokt.
  • Der Kolben (Nachbau) war falsch herum eingebaut (Pfeil nach oben).
  • Als eigentlicher Schaden wurden ein gebrochener Kipphebel, eine verbogene Stößelstange, eine gebrochene Chokeklappe im Vergaser sowie eine unpassende Vergaserbedüsung festgestellt.
Die genaue Schadensursache lässt sich im Nachhinein nicht eindeutig bestimmen. Nach unserer Einschätzung spricht jedoch vieles dafür, dass der Motor mit einer zu hohen Drehzahl betrieben wurde und der Ventiltrieb das bei diesem Aufbau nicht mehr sauber mitgemacht hat (Ventilflattern), da keine keilgesicherten Ventile montiert waren. Falsch eingestelltes Ventilspiel könnte auch eine Ursache gewesen sein. Das ist allerdings unsere technische Einschätzung und keine gesicherte Feststellung.

Durchgeführte Arbeiten:
  • Motor vollständig zerlegt und gereinigt
  • sämtliche Bauteile geprüft und vermessen – erfreulicherweise lagen alle relevanten Maße noch innerhalb der Toleranz
  • verschlissene bzw. beschädigte Komponenten ersetzt bzw. aufgearbeitet
  • Ventile eingeschliffen
  • Motor mit neuem Dichtungssatz fachgerecht montiert
  • Ventilspiel eingestellt
  • Probelauf durchgeführt und Vergaser abgestimmt
Der Fall zeigt wieder einmal, wie wichtig es ist, dass ein Motor als Gesamtsystem aufgebaut wird. Einzelne Komponenten können für sich genommen vollkommen in Ordnung sein – wenn sie jedoch nicht zueinander passen oder falsch montiert werden, entstehen früher oder später Probleme.

Vielen Dank nochmals an alle, die den Tipp gegeben haben, den Motor zu uns zu schicken.
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