Hallo Zusammen,
hier mal ein paar Fragen an die Kerpen-Spezis unter euch.
Ich fahre ein altes CRG Road Rebel (2002), welches nahezu baugleich mit den heutigen Road Rebel ist.
Dabei habe ich satte 110kg auf den Knochen. Daher habe ich auch auf einen 32er-Rahmen gesetzt.
Dabei ist gestern in Kerpen folgendes Problem aufgetreten (Strecke hatte vergleichsweise etwas überdurchschnittlich Grip):
Sowohl in der Fahrerlager-, Leihkart- und der Linkskurve vor der Leihkartskurve baute sich das Kart so stark auf, dass ich mich bald überschlagen hätte. Dabei war das Problem in der Leihkartkurve am stärksten, und in der Fahrerlagerkurve am wenigsten vertreten.
Wenn die beiden inneren Räder etwas in der Luft sind, kann ich gut damit leben und fahren. Aber nicht, wenn ich bald 30 Grad Neigung habe.
Dazu hatte ich in der langen Links vor der Tripskurve jedes Mal massives Untersteuern beim Einlenken- gefolgt von massivem Übersteuern.
Natürlich habe ich vor Ort versucht, das Problem durch Setup-Arbeit in den Griff zu bekommen.
Mein Ansatz war dabei, Grip aus dem Chassis rauszunehmen.
Also habe ich step by step Folgendes geändert:
Spurbreite vorne von 118 auf 115
Spurbreite hinten von 139 auf 140
Stabi vorne eingebaut und wieder ausgebaut
Sitzstreben gelockert
kurze Radsterne angebaut
Luftdruck verringert und erhöht
Leider hat dies zu keiner Besserung, sondern sogar eher zur Verschlechterung geführt.
Das ist insofern deprimierend, da die anderen 100er-Fahrer an dem Tag bedeutend schneller waren als ich. Sobald ich mich hinter die anderen geklemmt hatte, musste ich spätestens nach einem Stunt auf zwei Rädern in der Leihkartkurve abreisen lassen.
Also habe ich im letzten Turn einfach mal alles ins Gegenteil umgebaut:
Spurbreite vorne auf 121
Spurbreite hinten auf 138
lange Radsterne
Sitzstreben Bombenfest
Stabi blieb raus
und siehe da: mehrere Zehntel schneller.
Jetzt zu meiner eigentlichen Frage an die Kerpen-Spezis:
kann das an den abendlichen Streckenveränderungen liegen?
Zwischen dem letzten und dem zweitletzten Turn lag aufgrund der Gruppeneinteilung 1h und einiges an Temperatur.
Oder ist der richtige Ansatz, wenn es in Richtung "Grip-Flipp" geht, wirklich, mehr Grip ins Chassis einzubringen?
Wie ist das eigentliche Vorgehen, wenn man dauerhaft abhebt?
Und was muss ich als großer und schwerer Fahrer am Setup beachten (außer etwas mehr Reifendruck)
Am 02. Mai ist DNKM in Assen, wo ich an den Start gehe. Bis dahin wäre ich gerne etwas schlauer. Nicht dass das Wochenende zum Desaster wird.
Kerpen Setup für schwere Fahrer
-
Andreas80
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Re: Kerpen Setup für schwere Fahrer
Hallo Luis
Würde 1,40 breite hinten und 1,23 vorne
Stabi rein und kurze Radsterne
Wie ist dein Nachlauf /Spur/Sturz eingestellt ?
110 kg braucht vermutlich ein etwas anderes Setup als der Standard Fahrer
Weniger Sturz und mehr Spur am Wagen da sich dein Chassis mehr durchbiegt
Lg
Würde 1,40 breite hinten und 1,23 vorne
Stabi rein und kurze Radsterne
Wie ist dein Nachlauf /Spur/Sturz eingestellt ?
110 kg braucht vermutlich ein etwas anderes Setup als der Standard Fahrer
Weniger Sturz und mehr Spur am Wagen da sich dein Chassis mehr durchbiegt
Lg
- Luis#13
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- Chassis: CRG RR 2002
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Re: Kerpen Setup für schwere Fahrer
Hallo Andreas,
danke für die Antwort.
123 vorne ist mit meinem Chassis leider gar nicht realisierbar. CRG gibt bei dem alten Road Rebel 113–121 cm Spurbreite an – je nach Bedingungen. Ich könnte es mal mit längeren Radsternen für vorne versuchen.
Nachlauf steht zurzeit auf Standard.
Sturz 2mm positiv auf dem Kartwagen.
Spur ist 3mm pro Seite offen
Nach einem weiteren Test in Kerpen, habe ich auch wieder mehr Grip herausgenommen, da die 121/138 für mich nicht mehr funktioniert haben.
Mein Ansatz wäre jetzt, eine weiche Achse und weicheren Sitz einzubauen (zurzeit ist ein OTK verbaut) und diesen deutlich tiefer setzen.
Dazu kurze Radsterne und das Chassis tiefer setzen. Dann mal mit- und ohne Stabi vorne testen.
Für das Rennen in Assen, wird das jetzige Setup gar nicht so schlecht sein, da dort ja nicht so viel Gummi liegt.
Beim Pre2000 cup in Kerpen (bei der RMC) sieht das anders aus. Dafür werde ich die oben genannten Maßnahmen umsetzen.
danke für die Antwort.
123 vorne ist mit meinem Chassis leider gar nicht realisierbar. CRG gibt bei dem alten Road Rebel 113–121 cm Spurbreite an – je nach Bedingungen. Ich könnte es mal mit längeren Radsternen für vorne versuchen.
Nachlauf steht zurzeit auf Standard.
Sturz 2mm positiv auf dem Kartwagen.
Spur ist 3mm pro Seite offen
Nach einem weiteren Test in Kerpen, habe ich auch wieder mehr Grip herausgenommen, da die 121/138 für mich nicht mehr funktioniert haben.
Mein Ansatz wäre jetzt, eine weiche Achse und weicheren Sitz einzubauen (zurzeit ist ein OTK verbaut) und diesen deutlich tiefer setzen.
Dazu kurze Radsterne und das Chassis tiefer setzen. Dann mal mit- und ohne Stabi vorne testen.
Für das Rennen in Assen, wird das jetzige Setup gar nicht so schlecht sein, da dort ja nicht so viel Gummi liegt.
Beim Pre2000 cup in Kerpen (bei der RMC) sieht das anders aus. Dafür werde ich die oben genannten Maßnahmen umsetzen.
Gruß 
- Blackforrest
- Beiträge: 161
- Registriert: 24.04.2023, 20:44
- Wohnort: Buchenbach
- Motor: Rotax DD2 EVO
- Chassis: Praga Dragon
- Hausbahn: Teningen
Re: Kerpen Setup für schwere Fahrer
Moin Luis,
Ließ bei dir grad mit … ne Frage zum Sturz:
Du sagts, du hast aufm Bock 2mm positiv.
Fährt man üblicherweise nicht negativ ?
Ich hab mein Praga auf 2mm Negativ eingestellt….. nur zu meinen Verständnis:)
Grüße Matthias
Ließ bei dir grad mit … ne Frage zum Sturz:
Du sagts, du hast aufm Bock 2mm positiv.
Fährt man üblicherweise nicht negativ ?
Ich hab mein Praga auf 2mm Negativ eingestellt….. nur zu meinen Verständnis:)
Grüße Matthias
Praga Dragon mit Rotax DD2 Evo und Mach 1 Zelos mit Rotax Junior Evo - weil 1 Kart einfach nicht genug ist! 
- Luis#13
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- Chassis: CRG RR 2002
- Hausbahn: Hagen
Re: Kerpen Setup für schwere Fahrer
Das ist korrekt :)
Bei meinem Gewicht biegt sich aber alles deutlich mehr durch. Dazu kommen die alten CRG 17mm Achsschenkel, die auch mehr Biegung unter Last haben.
Das alles sorgt dafür, dass ich bei 2mm positiv auf den Kartwagen, in etwa 2-4mm negativ auf dem Boden, unter Last habe
Bei meinem Gewicht biegt sich aber alles deutlich mehr durch. Dazu kommen die alten CRG 17mm Achsschenkel, die auch mehr Biegung unter Last haben.
Das alles sorgt dafür, dass ich bei 2mm positiv auf den Kartwagen, in etwa 2-4mm negativ auf dem Boden, unter Last habe
Gruß 
- Blackforrest
- Beiträge: 161
- Registriert: 24.04.2023, 20:44
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Re: Kerpen Setup für schwere Fahrer
… dann machts natürlich Sinn, wenn sich das Chassis und die Achsschenkel dermaßen biegen bei dir.
Da ich „nur“ 82 Kg habe, lass ich’s bei 2 mm negativ aufm Bock
Danke dir Luis :)
Grüße
Da ich „nur“ 82 Kg habe, lass ich’s bei 2 mm negativ aufm Bock
Danke dir Luis :)
Grüße
Praga Dragon mit Rotax DD2 Evo und Mach 1 Zelos mit Rotax Junior Evo - weil 1 Kart einfach nicht genug ist! 