Moin,
nachdem ein Thema von mir gelöst ist, stelle ich nochmal ein zweite Frage. Und zwar haben wir o.g. Problem.
Zunächst was wurde gemacht:
1. Der Vergaser wurde 2x gereinigt inkl. Ultraschallbad. Auch der Filter usw. wurde gereinigt.
2. Die Vergaserkomponenten wurden hinsichtlich des Setups kontrolliert:
- Düsennadel K27
- Clipstufe 2. von oben
- Hauptdüse 168
- Leerlaufgemischschraube 3/4 Umdrehung raus (Hab diese auch schonmal etwas weiter rein (fetter) oder raus (magerer) gedreht, hat aber da keinen Einfluss)
3. Auslassschieber kontrolliert auf leichtgängigkeit und wurde gereinigt. Es ist eine rote Membran verbaut. Der Schieber geht extrem leicht. Die Einstellung steht auf "13 Klicks raus." Hier erste Frage: ist es richtig, dass der Schieber mit der flachen Seite nach oben eingeschoben wird? Der Schieber ist auf einer Seite "angefast". Diese Seite steht nach unten zum Auslass.
Der Motor verhält sich wie folgt:
Im kalten Zustand scheint der erstmal sehr fett zu laufen. Er qualmt stark und beim Gasgeben "viertaktet" der Motor. Wenn er wärmer wird, beschleunigt er sauber hoch, hat bei dann bei ca. 6000-7000 Umdrehungen einen kleinen Moment des "Viertaktens" sprich des unrunden stotterns und beschleunigt dann sehr gut hoch. Die Enddrehzahl haben wir noch nicht erfahren können, da wir bisher immer auf einer landwirtschaftlichen Siloplatte aus Asphalt zum testen unterwegs waren. Je wärmer er wird, umso sauberer dreht er von ganz unten bis oben hoch. Wobei man bei 6000-7000 eine richtige schlagartige leistungszunahme spürt, die manchmal das Heck ausbrechen lässt.
Nun zum Problem. Irgendwann (das Kühlwasser im Zylinderkopf ist dann so 50 Grad warm)will er kein Gas mehr annehmen. D.h. aus den niedrigen Drehzahlen heraus nimmt der Motor kein Gas mehr an. Zunächst nimmt er noch Gas an, wenn man das Pedal ganz behutsam millimeter für millimeter betätigt. Wenn er dann höher dreht, kann man vollgas geben. nach einigen weiteren langsameren Kurven kann man aber gar kein Gas mehr geben. Sobald man das Pedal berührt stirbt er weg.
Wenn man dann den Chokehebel zieht, nimmt er wieder Gas an, aber er fängt natürlich sofort mit dem "stottern" bzw. viertakten an. Nehme ich den Choke wieder weg, so kann ich für 2-3 Wendungen auf der Siloplatte wieder normal Gas geben. Dann beginnt das Spiel von vorne.
Auch eine kurvenfahrt mit ein wenig stehen gelassenem Gas und einem zwandsläufigen Drift führt dazu, dass man trotzdem nicht weiter beschleunigen kann.
Für mich schien es so, als wenn der Motor bei niedrigen Drehzahlen einfach zu mager war. Ich habe dann die Düsennadel in mehreren Schritten höher gehängt, damit er bei minimalster Betätigung mehr Sprit bekommt. Leider verschlimmerte das aber das Problem.
Was ich aber nicht verstehe. Der Motor bekommt mehr Sprit bei höher gehängter Nadel. Es hilft aber meinem Problem nicht. Der für wenige Sekunden gezogene Choke hilft für 2-3 Kurvenfahrten, führt aber dazu, dass der Motor bei höheren Drehzahlen "viertaktet" und nicht durchzieht. Also viel zu fett ist.
Auch beim Stillstand ist es so, dass der Motor aus dem Standgas heraus kein Gas annehmen will und bei Pedalberührung aus geht. Mit kurzem ziehen des Choke geht es aber dann. Wenn ich aber ohne Choke den Motor ausgehen lasse und die Kerze herausnehme, so ist diese nass. Ich muss diese erst trocknen, da der Zündfünke nicht vorne an der Elektrode sondern bereits hinten in der Kerze rum funkt. Interessant ist weiter, dass er dies bei drei nagelneuen Kerzen IW 27, 29 und 31 macht.
Nun ist die Frage: Ist das Problem der fehlenden Gasannahme ein Spritmangelproblem? Wenn ja, warum hilft ein höherhängen der Nadel nicht, sondern verschlimmert dies das Problem. Und warum sind die Kerzen klitschnass und zünden sonstwo rum, obwohl ein ziehen des Choke in meinen Augen für mehr Sprit sorgt und sich die Gasannahme verbessert?
Es kann aber doch auch kein Auslassschieber Problem sein, wenn der Motor bei über 6000-7000 Umdrehungen immer willig zieht? Wie gesagt Enddrehzahl weiß ich nicht aber das ist für den Moment auch egal.
Was macht der Choke? Spritzt dieser zusätzlichen Sprit ein durch eine extra Düse? Dies würde für ein zu mageres Gemisch sprechen und würde dann das "viertakten" bei höheren Drehzahlen erklären, da er dann ja erstmal viel zu viel Sprit bekommen hat. Erst wenn er einen Moment mit höheren Drehzahlen gelaufen hat und den "Rotz" rausgequalmt hat, dreht er wieder freudig hoch. Beim nächsten Beschleunigen geht dann aber nichts mehr.
Achso nochwas. Wenn man ein bis zwei minuten ohne Drehzahlen über 7000 gefahren ist, geht er einfach so aus und die Kerze ist klatschnass und zündet gar nicht mehr.
Das würde für viel zu viel Sprit sprechen, erklärt aber das Choke Thema für mich nicht.
Der Motor braucht also unbedingt die hohen Drehzahlen um den vermeindlichen "Überschuss an Sprit" loszuwerden und dann auch freudig zu drehen. Andernfalls scheint er zu überfetten. Kann die fehlende Gasannahme auch eine Folge von zu viel sprit bei geringer Drehzahl sein? Habe ja ne 168er Hauptdüse drin. Aber die soll ja eigentlich weder auf den niedrigen Teillastbereich so viel Einfluß haben, noch erklärt dies das Choke Phänomen.
Ich wohne in der Nähe von Oldenburg. Wohne hier 70m über NN. Habe nun auch kleiner Hauptdüsen hier liegen. Würde sonst mal ne 160er testen, aber ging noch nicht, da Kettenproblem (Siehe anderen Thread). Das Thema ist aber gelöst...
Ich drehe mich im Kreis. Vielleicht könnt ihr mir da helfen und mir da auf die richtige Spur helfen.
Danke und Gruß
Matthias
Rotax 125 max nimmt aus niedrigen Drehzahlen kein Gas an
Alles was mit Technik zu tun hat, aber sonst nirgends reinpasst.
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- Registriert: Sa 23. Aug 2025, 14:40
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