handvorderradbremse

Rund um die Bremsen.
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Zash
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handvorderradbremse

Beitrag von Zash »

es ist eben NICHT möglich beide Bremsen gleichzeitig OPTIMAL (16% Schlupf sind das etwa) zu betätigen, natürlich kann man beide Bremsen von Hand so dosieren dass es gut bremst und nicht blockiert, optimal aber NIEMALS!

Bis Du schonmal einen echten Bremsentest auf der Rennstrecke z.B. mit einem Motorrad MIT und dann auch mit demselben Motorrad OHNE ABS gefahren? Mach das zuerst mal, lies dann auch das Buch und schreib dann wieder :P

Uwe

PS: Lies wirklich zuerst das Buch, Du wirst dich nicht mehr einkriegen...............
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Mach1Kart
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Beitrag von Mach1Kart »

Zash, ich weiß zwar nicht, worauf Deine Weisheiten beruhen, aber gerade als Motorradfahrer solltest Du doch um die Vorteile zweier voneinander unabhängiger Bremssysteme wissen... Andernfalls würde ich Dir doch empfehlen, ein Patent auf eine Einkreis-Motorradbremse anzumelden und dann mal bei Honda, BMW und Valentino Rossi vorzusprechen...
Für die, die das Thema Handbremse wirklich interessiert - es gab einen Parallelthread dazu, in dem eigentlich alles schon mal gesagt wurde! Ich kopier einfach noch mal unsere Erfahrungen hier rein:

Im Bereich der direktangetriebenen Karts (außer Wankel - wegen der Geschwindigkeit) sieht es etwas anders aus. Ein fußbetätigtes, also nicht unabhängiges Bremssystem, bringt hier in der Regel Nachteile, weil man in einigen Kurven nicht genug Schwung mitnehmen kann.
Etwas anders verhällt es sich im Falle der Vorderrad-Handbremse (Sodi, Tony, Mach1 und andere...). Da man diese unabhängig einsetzen kann, zieht der geübte Fahrer hier durchaus seine Vorteile, z.B. beim Ausbremsen oder auf sehr enge Kurven wie Spitzkehren!
Generell ist es so, daß die Wirkung dieser Handbremse um so effektiver ist, je geringer das Grip-Niveau ist. Im Regen ein unschätzbarer Vorteil, bei Mega-Grip wie 2006 DKM Kerpen eher weniger.
Interessant ist, daß die meisten - unabhängig von den jeweils erzielbaren Rundenzeiten - das Fahren interessant finden und mehr Stabilität erkennen können.
Schaut man sich die Profis mal an, ist Tony wohl gerade wegen der Bremse so überlegen Weltmeister geworden. Und zum Ende der Saison fuhr die komplette Spitze der DKM mit Handbremse.
Fazit: Es ist kein Muß, aber wer es sich leisten kann (Kostenfaktor UND Gewicht - ca.2,5kg) sollte das durchaus mal probieren!
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Frank
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Beitrag von Frank »

Ist doch nur unnötiges Gewicht was man da wieder mit sich rum führen muss!Und dann noch eine Handbremse?Naja ich brauch sowas nicht und auf ein 100er beziehungsweise auf einem 125er Kart blödsinn!Bei einem Schalter,Wankel und oder andere stark motoresieten Karts siehts anders aus und da sind auch vernüpftige Bremsen drauf und keine Handbremsen lach!Schade das ich sowas noch nicht gesehen hab,hat einer vielleicht Fotos davon?,würd mich mal interesieren.
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Zash
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Beitrag von Zash »

ganz meine Rede!

ich denke mal Du hast den Thread nicht ganz durchgelesen 8)

Die Vorderradbremse bringt sogar enorme Vorteile und ich wundere mich immer warum man das im Kartbereich nicht längst gemacht hat.
Die Haftreibung der Reifen und damit auch gleichzeitig!!!! erzielbare Bremskraft und Seitenführungläßt ich ja nach dem Kamm´schen Kreis recht einfach berechnen und wenn man sich das mal anschaut wird man schnell merken dass man da im Kartbereich bisher sehr viel Bremskraft ungenutzt liegen läßt!
Daher ist es höchste Zeit geworden das mal im Kartbereich endlich zu realisieren und anzubieten.

... wir sparen im Übrigen schon auf die Vorderradbremse für unser FIA-1 Kart ..........

Was aber NICHT geht ist das optimale, g l e i c h z e i t i g e Dosieren vorne und hinten! Ich rede hier nicht davon, daß es nix bringt, sondern nur von optimal!
ABS wurde nicht umsonst erfunden, aber das artet jetzt in eine technische Fachsimpelei aus und das würde ich gerne mit euch wenn es für euch interessant ist per PN weiterführen.

Ich bin z.B. überzeugt, wenn euch eine halbwegs vernünftige ABS Lösung fürs Kart gelingen würde, die würden das Kart in der DKM/EM mitsamt dem Zelt klauen oder bei euch die Halle aufbrechen, ohne Witz!

Beim Motorrad hat mir Jügen Fuchs (der aus der IDM/Superbike WM) mal gezeigt, was mit ABS beim Anbremsen noch zusätzlich geht, und er Fuchs ist eh schon ein Tier auf der Bremse....

Beim Motorrad funktioniert ABS und auch das Einkreisbremssystem von z.B. Honda Klasse, aber nicht o p t i m a l.
Aber das geht auch nicht, denn man kann fürs Motorrad kein richtig gutes ABS ohne Gyroskop und aufwendige Elektronik bauen!
Erstens mal ist die Stotterbremse da höllisch unangenehm da man das wegen der direkten Anlenkung des Lenkers an die Gabel enorm spürt und auch der Bremshebel unangenehm pulsiert n der Hand.
Zudem gibt es da noch das Problem, dass man bei gezogener Vorderradbremse und vielen Reifentypen ein unangenehmes Aufstellmoment am Vorderrad hat und man das Bike fast nicht in die Kurve einlenken kann!
Mit z.B. Pirelli Reifen geht das aber trotzdem.
Was aber nicht geht ist Regelverhalten des ABS in tiefer Schräglage, denn das ABS erfaßt zwar wenn das Rad dabei stehen bleibt, aber nicht richtig wenn es in tiefer Schräglage sich zwar noch dreht, aber bereits kräftig zur Seite rutscht. Das ABS bremst locker weiter und man liegt schon auf der Fr..... bevor es die Bremse löst ;(
Dazu bräuchte man das Gyroskop und die Elektronik um diesen fahrzustand zu erfassen....

Das können Rossi & Co. einfach besser - lach ----

Zudem man beim Anbremsen mit dem Motorrad das Hinterrad meist eh fast kompplett in der Luft hat und hinten bremsen dann sinnlos ist - lach -

Uwe
Zuletzt geändert von Zash am Di 9. Jan 2007, 08:11, insgesamt 1-mal geändert.
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pehaha
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Beitrag von pehaha »

Kinders, diese Diskussion war doch schon mal da.

Der erfahrene Rennfahrer braucht sie nicht unbedingt.
Dem Hobbyfahrer gibt es ein beruhigendes Gefühl, eine zweite Bremse zu haben. Ich erwog es auch noch mal, im Glauben ein stabileres Fahrverhalten zu haben. Der Preis 700-800€ schockt allerdings. Hagen besteht fast nur aus Spitzkehren. Freund T. hat sich den Luxus gegönnt aber noch nicht gefahren und wir sind sehr gespannt.
Zash, ein Kart hat im Gegensatz zum Bike keine Gewichtsverlagerung beim Bremsen.
Somit erzielst du nicht sooo viel Bremswirkung vorne.
Meine bisherigen Beobachtungen zeigen, das selbst erfahrene Rennpiloten auf trockener Piste die Bremse nicht in Zeit umsetzen konnten.
Vielleicht haben sie auch noch den falschen Fahrstil.

In der Koordination der Bremskräfte zwischen Fuß und Hand sehe ich auch ein Problem, was aber durch Training zu kompensieren sein muss.
( Es gibt auch ein Leben NACH dem Kart :D )
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo

ich darf sie nicht Fahrer, da ich erst 14 bin, aber ich hab sie schon 2mal getestet und muss sagen: Wer es kann hat riesige Vorteile! Vor allem im Regen, beim Überholen und in Spitzkehren, und wenn du sie nicht brauchst kannst du sie ja weg lassen, also seh ich da keine Probleme mit der Koordination, zumindest ich hatte keine.

mfG Toni
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