Re: Radschrauben
Verfasst: 04.05.2026, 14:39
Okay,
vielen lieben Dank für Deine umfangreiche Antwort.👍🏻
vielen lieben Dank für Deine umfangreiche Antwort.👍🏻
Deki#91 hat geschrieben: 04.05.2026, 23:29 Kollege PSE hat alles erklärt.
Ich habe für mich rausgefunden das 18Nm (bei trockenem/ungeschmierten und extrem sauberen Gewinde) gut funktionieren. Dabei werden die Gewindeflanken auf den Stehbolzen (durch das ständige rauf und runter der Räder) weniger gestresst.
Sorry, kleine Ergänzung: Damit sich Schrauben oder Muttern nicht lockern, müssen die Schrauben, bzw. Bolzen eine ausreichende Dehnung bekommen, vor allem bei den hohen, geschlossenen Alumuttern, die ja nicht selbstsichernd sind und sich sofort lösen, wenn sie sich lockern. Der ideale Wert wäre dabei eine Dehnung bis ca. 90% der Streckgrenze, was aber in der Regel mit den realen höheren Reibwerten nicht erreicht wird. Bei 18Nm und Trockenmontage ist das schon grenzwertig, da dehnt sich nicht mehr viel. Bestimmend ist dabei die Kopfreibung. In der VDI 2230 wird sogar empfohlen, die Gewinde leicht mit Öl zu benetzen, damit die Gewindereibung keine so hohe Streuung aufweist. Auch wegen dem geringeren Verschleiß der Gewinde und der Gefahr des Fressens bei den Quetschmuttern und Alumuttern würde ich diese nicht trocken und ggf. schon gar nicht mit Bremsenreiniger entfettet verschrauben.
Es sollten generell vor jedem Turn alle Schrauben geprüft, bzw. nachgezogen werden, ob sich ggf. eine gelockert hat.