Sie sind nicht angemeldet.

Thomas Schmidt

gepr.Mitglied

  • »Thomas Schmidt« ist männlich
  • »Thomas Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 25. November 2020

Beruf: Techniker

Hobbys: Modellbau

Motor: Elektro 24kW

Danksagungen: 3

  • Nachricht senden

1

Donnerstag, 26. November 2020, 13:01

Welche Kart für Elektroantrieb

Hallo Kart Profis,
ich hätte gern eine Empfehlung welches Kart sich am besten für einen Elektroantrieb eignet, da ich bisher noch nichts mit Karts zu tun hatte außer das ich mal gefahren bin.
Ich bin Modellbauer und habe schon einige 20kW Antriebe gebaut und damit zB. im Flächenflug über 600kmh erreicht, und das mit 4kg Antriebsgewicht incl. Akkus.
Für dieses Kart Projekt plane ich ein 24kW Antrieb mit 2 stufigem Riemengetriebe einzusetzen, da hoch drehender Motor wiegt nur 2kg und 20s16000 Akku 6kg 1,2kWh reichen für 15min, zusammen ca. 10kg.
Ich hätte auch gern ein sehr leichtes Chassis also ohne Vorderbremsen, es soll auch nicht über 80kmh fahren, sondern eher extrem beschleunigen.
An der Hinterachse sollten dann max. 1500U bei 150Nm anliegen, ich denke das sollte reichen weil das Drehmoment von der ersten Umdrehung anliegt.
Wäre nett wenn ihr mir Tipps für das geeignete Kart geben würdet, danke.
VG Thomas

Deki#91

Administrator

Registrierungsdatum: 13. März 2011

Motor: Rotax 125 MAX evo

Chassis: Birel S8

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 26. November 2020, 14:07

Das ist schwer zu beantworten weil wir hier keine Erfahrung mit Elektroantrieb haben, im Gegensatz eher leicht gereitzt auf das Thema reagieren X(

Aber für die Auswahl des Chassis ist vorrangig die Strecke auf der du fahren willst und das Gewicht (letzetes ist schon geklärt).

Mit knappen 80km/h wirdst du nehme ich an keine grosse Kartbahn besuchen wollen, sondern eher am Parkplatz/Leihkartbahn düsen wollen ? Oder wird es rein eine Beschleunigungsmaschine ?

Thomas Schmidt

gepr.Mitglied

  • »Thomas Schmidt« ist männlich
  • »Thomas Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 25. November 2020

Beruf: Techniker

Hobbys: Modellbau

Motor: Elektro 24kW

Danksagungen: 3

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 26. November 2020, 14:36

Danke für die Antwort, verstehe die Gereiztheit, ich baue das Teil auch nicht weil ich an die CO2 Lüge glaube sondern weil ich weiß was getunte Elektroantriebe für eine Energie entwickeln können.
Beim Speedfliegen zB. dümpeln die Verbrenner um die 400kmh rum während wir elektrisch 550kmh fliegen.
Das Teil soll erstmal nur 80kmh fahren, muss mich ja ran tasten, die Untersetzung kann ich immer noch nach oben ändern, nur nach unten geht nicht mehr.
Mal schauen wo ich fahren werde, wird ja wohl was geben um Berlin.

Deki#91

Administrator

Registrierungsdatum: 13. März 2011

Motor: Rotax 125 MAX evo

Chassis: Birel S8

  • Nachricht senden

4

Donnerstag, 26. November 2020, 14:50

Ich habe wegen dem Einsatzzweck gefragt weil beim Kart ist das Chassis zugleich ein Teil der Radaufhängung, sprich es ist nicht einfach eine Plattform auf der die Bauteile ihren Platz finden.

Das Chassis federt und je nach Strecke und Fahrzeuggewicht wählt man ein härteres oder weicheres Chassis.

Rollen tut jedes Chassis, schnell sind nur die Chassis die gut ausbalanciert sind und den Streckengegenheiten gut ausgewählt (Steifigkeit, Verwindung, etc.) in Verbindung mit den entsprechenden Reifen.

Daher wenn es ein Projekt ist dass keine Konkurez den 2t Verbrennern bieten soll, kannst du im Endeffekt jedes beliebige Rennkart (!) Chassis nehmen (da dein Antrieb ungewöhnlich leicht ist).

Gibt es von deinem Antrieb ein Drehmoment-Drehzahl Diagramm ?

Grundsätzlich nichts gegen Elektro, solange man auch Verbrenner fahren darf und Elektro hat in bestimmten Gebieten auch seinen Einsatzzweck sicherlich.

Thomas Schmidt

gepr.Mitglied

  • »Thomas Schmidt« ist männlich
  • »Thomas Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 25. November 2020

Beruf: Techniker

Hobbys: Modellbau

Motor: Elektro 24kW

Danksagungen: 3

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 26. November 2020, 15:50

Ein Diagramm gibt es nicht aber das ist beim Elektroantrieb auch nicht nötig weil es einen linearen Zusammenhang zwischen Strom und Drehmoment gibt, ebenso zwischen Spannung und Drehzahl, Verluste mal nicht betrachtet.

Meiner hat 3,81 Ncm/A das heißt bei 330A liegen 12,6Nm an, bei 74V dreht er diese Last mit 17000U, das 2 Stufige Riemengetriebe untersetzt um 11,6:1 so das ca. 1500U und knapp 150Nm an der Hinterachse ankommen.

Deki#91

Administrator

Registrierungsdatum: 13. März 2011

Motor: Rotax 125 MAX evo

Chassis: Birel S8

  • Nachricht senden

6

Donnerstag, 26. November 2020, 17:18

Ein schneller Kartmotor leistet am Rad zwischen 1000-1600rpm etwa 120-150Nm und muss noch die Möglichkeit haben auszudrehen auf etwas über 1900rpm.

Auf diese Eigenschaften sind die meisten Kartbahnen auch ausgelegt und alles was hier aus der Reihe tantzt tut sich schwer schnelle Rundenzeiten zu drehen.

Aber trotzdem ist dein Antrieb sehr interessant, weil so leicht... kannst du mal Marke Type durchgeben ? Würde mir das gerne ansehen.

Nimmt beim Elektromotor das Drehmoment proportional mit der steigenden Drehzahl ab (wie in dem Diagramm) ?
»Deki#91« hat folgende Datei angehängt:
  • motoren.gif (42,21 kB - 17 mal heruntergeladen - zuletzt: 23. Januar 2021, 10:41)

Thomas Schmidt

gepr.Mitglied

  • »Thomas Schmidt« ist männlich
  • »Thomas Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 25. November 2020

Beruf: Techniker

Hobbys: Modellbau

Motor: Elektro 24kW

Danksagungen: 3

  • Nachricht senden

7

Donnerstag, 26. November 2020, 17:49

Nein das Drehmoment nimmt nicht mit der Drehzahl ab, wie ich schon schrieb, es ist nur abhängig vom Strom nicht von der Drehzahl.

Der Motor ist von der deutschen Firma Lehner, die meisten Rekorde auf dem Wasser werden mit Lehner Innenläufern erreicht, meiner ist ein Außenläufer der Torqstar 7050.

Deki#91

Administrator

Registrierungsdatum: 13. März 2011

Motor: Rotax 125 MAX evo

Chassis: Birel S8

  • Nachricht senden

8

Donnerstag, 26. November 2020, 19:13

Hmmm, wo liegt der Fehler in meinen Gedankengang ?

Szenario A liefert ständig gleiches Drehmoment, daraus resultiert eine Motorleistung von ca. 22kW bei max. Motordrehzahl. Das würde am Rad ein Drehmoment bei max. Motordrehzahl von 260Nm bedeuten ... das klingt zu schön um wahr zu sein.

Szenario B liefert bei maximaler Motordrehzahl ca. 145Nm am Rad, aber daraus resultiert dann eine Motorleistung von "nur" 12kW ?!

Aber selbst Szenario B ist sehr gut für einen Motor der Fremdentzweckt wurde ! Bin gespannt auf dein Projekt...
»Deki#91« hat folgende Datei angehängt:
  • motor.jpg (198,22 kB - 16 mal heruntergeladen - zuletzt: 1. Januar 2021, 14:36)

Thomas Schmidt

gepr.Mitglied

  • »Thomas Schmidt« ist männlich
  • »Thomas Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 25. November 2020

Beruf: Techniker

Hobbys: Modellbau

Motor: Elektro 24kW

Danksagungen: 3

  • Nachricht senden

9

Donnerstag, 26. November 2020, 21:23

In A wird das Drehmoment am Rad immer größer, warum wenn das vom Motor konstant ist?

Und wenn 12,6Nm vom Motor 11,6:1 untersetzt werden kommen an der Antriebswelle 146Nm an, für beide Räder natürlich, müssen sie sich brüderlich teilen.

Ich weiß nicht warum du in B ab 10000U das Drehmoment reduzierst, glaub mir der funktioniert wie in A.

Deki#91

Administrator

Registrierungsdatum: 13. März 2011

Motor: Rotax 125 MAX evo

Chassis: Birel S8

  • Nachricht senden

10

Donnerstag, 26. November 2020, 21:58

Aaaaah, habe einen Formelfehler gehabt... Was ich aber trotzdem nicht verstehe ist, wieso der Motor dann aufhört noch weiter zu drehen, irgendwann muss das Drehmoment zusammenbrechen ?!

Wenn du da 146Nm am Rad hast ist das wirklich sehr gut, vorallem bei dem Gewicht. Das Kart sollte etwa 110km/h schaffen, dann ist es für die grosse Kartbahn tauglich. Kann man aber später mittels Übersetzung am Keilriementrieb Motor : Hinterachse bewerkstelligen.

Mir fällt noch ein, Kühlung ... Luftgekühlt oder wird es eine Flüssigkeitskühlung geben ?

Ähnliche Themen