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sergio1986

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1

Montag, 2. Februar 2009, 20:11

was passiert wenn man den Stabi dreht ?

Hallo,

Ich hab ein chassis mit zwei stabis vorne und hinten. Ich bin noch nie mit den stabis gefahren.
Was passiert beim einbau der stabis und wie verhalten die sich beim drehen ( der hintere ist ja mittig flachgedrückt )

Was bringt der vordere und was bringt der hintere und wie kann ich das zu meinem vorteil nutzen ?

gruss
Komme günstig an Autoreifen,PN an mich.

Kartomatic

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2

Montag, 2. Februar 2009, 20:19

In der Regel heißt es bei aktuellen Chassies: Stabi rein - Chassie härter - mehr Grip.
Wenn du dazu den hinteren hochkant einbaust, wird das Chassie noch härter.
Am Öl hats nicht gelegen, war ja keins drin !

CH-Flizzer

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3

Montag, 2. Februar 2009, 20:52

Probier mal ein Bisschen rum. Manche fahren ohne und andere fahren mit. Es kommt auf deinen Fahrstil draufan. Mein Kolleg fuhr 30 Jahre Rennen und er hat vorne nie einen montiert, weil mit Stabi war er nicht schneller, ihm sind dann jedoch die Reifen schlechter runtergelaufen. Also hat er den Stabi weggelassen.
Bei Regen ist aber ein weiches Chassie (ohne Stabis) eher zu bevorzugen.

ex!stenZ

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4

Montag, 2. Februar 2009, 21:02

umso härter das chassis ist umso mehr grip bekommt es.
aber die sache ist nicht anz so einfach
wenn das chassis zb am klemmen ist heißt das nicht unbedingt,dass es hinten zu hart sondern eher vorne zu weich.
durch einen zb vorderen stabbi nimmt man der HA den grip weg und halt umgekehrt.den seitlichen stabbi fährt man eigentlich nie bei wenig grip

im regen am besten alles rein und auch so viele sitzstreben wie möglich

bora33

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5

Montag, 2. Februar 2009, 22:36

Wie der Name schon vermuten lässt, stabilisiert ein Stabi(lisator). Er schränkt also die Bewegungsfreiheit des Rahmens (Verwindung) ein.

Beim hinteren Stabi ist es so, dass die maximale Steifigkeit mit senkrecht gestelltem Stabimittelteil erreicht wird.

Aktuelle Chassis (Bj > 2002) bauen Grip auf, wenn man sie härter stellt.

ABER: Maximaler Grip heißt nicht automatisch schneller.

Wenn du nicht auf Renngummi (bei Veranstaltungen) fährst, wirst du meistens mit den Stabis gut bedient sein.

Als Faustregel kann man sagen, dass auf grüner Strecke unter trockenen Bedingungen

der vordere Stabi fast immer gebraucht wird

der hintere Stabi eine Option ist

der mittlere oder seitliche Stabi je nach Chassis hilft, oder auch nicht.

Bei Regen stimmt man heute übrigens steif ab! Also alles rein, alles hart.
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Ich beantworte grundsätzlich keine "privaten" Anfragen via PN zu Setup- und Motor-Tipps, die nicht auch öffentlich im Forum für alle User einsehbar gestellt werden können!

energycorse

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6

Dienstag, 3. Februar 2009, 00:19

Zitat

Original von bora33

Bei Regen stimmt man heute übrigens steif ab! Also alles rein, alles hart.


das sehe ich als Ansichtssache.....und möchte auch niemand zu nahe treten...
belassen wir doch das ganze mal unter....
verschiedene Chassis....verschiedene Einstellungen...
verschiedene Fahrer...verschiedene Reifen.....

Ich stelle z.b. mal hier einen originalen Auszug der Weltbekannten grünen Chassis rein...

WET CONDITIONS
* Wide the front hubs as far as possible
* Narrow the rear track width so the centre line of the rear tyre matches the centre line of the front tyre
* Loosen the extra seat struts, you can keep them on, but make sure they are loose with the nut barely attached (so it will not fall off)
* Remove the front torsion bar (and rear if you were running it in the wet)
* Loosen the floor tray bolts
* Adjust the front-end geometry to 4mm open toe-in *This will be a very good starting point

Das ist irgendwie das Gegenteil....aber funktioniert bestens...

Gruß Peter
Wissen ist Macht oder so...... Ich weis viel, aber auch nicht alles.......

http://schaffer-racing.com

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Axel-K

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7

Dienstag, 3. Februar 2009, 07:23

@ Bora

mag sein das deinen Info auf Swiss Hutless zutrifft ?.

Allerding funktioniert das neue Swiss1 und Swiss 2 doch wieder anderst.
Stabilisator kommt klar von Stabil.
Allerdings funktioniert ein CRG oder Corse nicht wie ein Swiss Hutless oder Mach1.
Stabi vornen raus = Unruhe im Kart. Manche stehen darauf.
Bei den flachen Stabis wie bei manchen CRG und das neue Swiss Hutless kann durch das drehen des Stabis das Gripverhältniss vorne optimal eingestellt werden.
Wenn er vorne Springt (zu viel Grip), würde ich den Stabi reinbauen. Kann ich Ihn verdrehen, wird er steifer gestellt.
Rutsch ich vorne aus der Kurve raus wird er weicher gemacht. Kann man Ihn nicht weicher machen kommt der hintere Stabi ins Spiel.
Es gibt allerdings noch viele andere Wege um das Bockeln vorne weg zu bekommen.

Um so härter um so mehr Gripp kann nicht verallgemeinert werden.
Da Spielen ganz andere Faktoren einen Rolle.
Wetter, Asphalt, Reifenmischung,...
es gibt Tage oder Strecken das sind wir mit 1 Bar und Regeneinstellung bei Sonnenschein ins Rennen. Es hat funktioniert.
Dann gibt es Strecken, bei denen klebt dein Kart aus der Kurve im Gummi fest.
Da wünscht man sich Achsabstände und Einstellungen die gegen jede Theorie sprechen.
Ich habe schon gesehen wie Fahrer den vorderen Stabi rausgebaut haben und der hintere blieb drinnen. Keine Ahnung was das sollte.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Axel-K« (3. Februar 2009, 08:14)


bora33

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Dienstag, 3. Februar 2009, 08:17

Gut, gebe mich geschlagen. Es ist wie damals beim Setup-Spiel - man kann es nicht generell auf DIE EINE Aussage bringen.

Beispiel Seitenstabi: Bei Mach1 als "Werzeugkistenbeschwerer" tituliert, fährt man im SH ganz gut damit.

Aber grundsätzlich läuft es doch auf folgendes raus: Bei egal welchen Gripverhältnissen, muss ich es schaffen, dass das Chassis beim Eintritt in die Kurve und wenn möglich auch während deren Durchfahrt, das Hinterbeinchen hebt.

Wenn ich ein Chassis fahre, das vorne so lappig ist, dass die Verwindung vorne alles auffrisst, was ich hinten an Kraft bräuchte, muss ich eben versuchen diese Kräfte durch Streben oder Versteifungen an die richtige Stelle zu leiten.

Oder aber ich generiere noch höhere Kräfte...

Das Ganze geht so gut, bis die Krafteinleitung zur Fahrbahn so hoch wird, dass der Grip abreißt, oder das ganze instabil wird und anfängt zu Pumpen, Springen, Bocken.

In der Ruhe liegt also wortwörtlich die Kraft.

Und wenn ich mein Chassis dorthin gebracht habe, bin ich auf einem guten Weg.
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bora33

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9

Dienstag, 3. Februar 2009, 08:20

Nachtrag:

@Peter: Narrow the rear track width so the centre line of the rear tyre matches the centre line of the front tyre


Wir sind uns doch einig, dass bei identischer Spurweite vorne wie hinten, das Teil nicht mehr in die Kurve fahren möchte., oder?
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mistered

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10

Dienstag, 3. Februar 2009, 08:42

Warum nicht? hat ja trotzdem nur mit drei reifen Fahrbahnkontakt und es kippt durch die Fliehkräfte nach außen. Zumal mit identischer Centerline die Spurbreite hinten aufgrund der breiteren Reifen immer noch etwas größer ist. Hab sogar schon Leute mit vorn deutlich größere Spurbreite als hinten gesehen, selbst diese Kombination ist irgendwie um die Kurve gekommen. Aber recht unwillig:D
Oh! Oh! Oh! Shakespeare, Othello, 5. Aufzug 1. Szene

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