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Harka

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Sonntag, 26. August 2018, 21:58

Kartwagen Dalmi GV Review

Hallo zusammen,

wie in ein anderes Thema versprochen, nachdem ich genug Erfahrungen mit meinem neuen Kartwagen gesammelt habe, schreibe ich jetzt ein kleines Review. Bevor ich beginne, ein Bisschen Details zu mir selbst für denen, die dieses Thema nicht gelesen haben. Ich bin Neueinsteiger in dem Kartsport und bis jetzt habe ich keinerlei Erfahrungen weder mit den Karts noch mit dem dazugehörigen Zubehör. Das heißt, dass meine Erfahrungen sind rein aus „Anfänger Point of View“ basierend und meine Eindrücke können nicht für alle relevant sein. Nach diesen Anmerkungen fange ich mit dem ersten Punkt meines Berichts an:

1. Motivation

Warum habe ich überhaupt entschieden einen Lift-Up Kartwagen zu besorgen. Ich habe meinen Kart mit einem klassischen starren Kartwagen gekauft. Schon nach der ersten Fahrt aber habe ich ein paar signifikante Nachteile entdeckt, die einfach auf Dauer nicht funktionieren können.

• Das Auf- und Entladen des Karts in dem Anhänger.
Schon beim ersten Aufladen habe ich entdeckt, dass ich den Kart nie allein in dem Anhänger (oder zumindest in dem Anhänger, dem ich zur Verfügung hatte) aufladen kann. Bei kleinem Höhenunterschied zwischen den Kartwagen und Bodenkante des Anhängers könnte funktionieren aber in meinem Fall – kein Chance. Das führt zur Folge, dass immer jemand Anderen mir helfen soll. Und in meinem Fall heißt das fast immer meine Freundin. OK, für 1-2 Mal ist natürlich keine Frage, aber auf Dauer hin und her aufheben ist definitiv keine Lösung. Ihre Motivation für so was war schon beim ersten Mal nicht besonders hoch. OK, Kart ist irgendwie in dem Anhänger eingeladen, ab auf der Strecke und dann kommt das zweite Problem.
• Entladen des Karts auf der Strecke
Warum das ein Problem ist. Als Anfänger bevorzuge ich am Anfang in solchen Zeiten auf die Strecke zu gehen wann es nicht so viel los ist. In meinem Fall funktioniert das ganz gut, weil ich sehr nah an Wackersdorf wohne und ich kann ohne Probleme unter der Woche spät nachmittags (ab 17 Uhr) gehen. Meine Freundin ist auch nicht immer dabei und das heißt, dass ich nach jemand am Ort suchen muss. Wenn ich Glück habe, finde ich jemand schon am Parkplatz. Wenn nicht aber, soll ich jemand an dem Personal von ProKart bitten. Für 1-2 Mal ist kein Problem, die Jungs dort sind cool, aber wieder – auf Dauerhaft ist irgendwie blöd. Der Kart muss erstmals raus aus dem Hänger, dann Auf den Kartwagen, dann von dem Kartwagen auf der Strecke, dann wieder auf dem Kartwagen und am Ende wieder in dem Hänger einladen. Diese Abhängigkeit wollte ich einfach nicht.

Aus diesen zwei Gründen habe ich entschieden einen Lift-Up Kartwagen zu kaufen mit dem ich alle Hebereien selber durchführen kann.

2. Auswahl

In diesem Punkt versuche ich zu erklären warum ich genau für Dalmi GV entschieden habe. Wie die meisten von euch weißt, es gibt eigentlich ziemlich große Auswahl an Lift-Up Kartwagen. Oder sieht zumindest so. Nach Funktionsprinzip aber, gibt es eigentlich nur zwei (oder zumindest ich habe ich nur zwei entdeckt) Varianten – das Seilprinzip von Dalmi:

index.php?page=Attachment&attachmentID=24101

und das Kipp-Up Prinzip von Stone:

index.php?page=Attachment&attachmentID=24102

Praktisch alle Lift-Up Kartwagen von allen Herstellern nutzen einen der zwei Prinzipien. In den folgenden zwei Videos könntet ihr die zwei Prinzipien sehen.

Dalmi Video

Stone Video

Ich habe viele Gedanken nach den möglichen Vor- und Nachteile der zwei Varianten in meinem Kopf gemacht und ich zu den folgenden theoretischen Schlussfolgerungen gekommen:

Stone:

Vorteile:

• Definitiv einfachere Konstruktion im Vergleich zu Dalmi
• Viel leichter
• Kart liegt stabil auf dem Rahmen

Nachteile:

• Kart muss erstmals per Hand aufgehoben werden
• Kipp-Prinzip von Stone sollte schlechter funktionieren im Vergleich zu Dalmi bei ein- und ausladen aus Hänger.

Dalmi:

Vorteile:

• Kein selbst Aufheben des Karts
• Leichtere Laden und Entladen vom Hänger

Nachteile:

• (kompliziertere Konstruktion mit Seile, die kaputt gehen kann)
• Schwerer
• Kart liegt vorne auf dem Rahmen und hinten hängt auf der Stoßstange

So, das waren meine Gedanken im Kopf. Und jetzt versuche ich zu erklären wie bin ich mit denen umgegangen und zu meiner Entscheidung gekommen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich eigentlich schon von der ersten Sekunde nicht ganz enthusiasmiert war von dem Fakt, dass ich bei dem Stone-Prinzip den Kart selber aufheben muss. Ich habe eine Assoziation mit meinem ersten Downhill-bike gemacht. Es war 2005 und zurzeit wogen die Bikes in der Klasse bei ca. 20kg. So viel war auch meinen. Und ich erinnere mich ganz genau, dass ich nach ganzen Tag fahren das Aufheben des Bikes auf dem Dachträger des Autos einfach hasste. Und so habe mich das auch bei dem Kart vorgestellt – du hast viel gefahren, bist du eigentlich schon fertig und am Ende musst du noch den blöden Kart noch aufheben. Aus heutiger Sicht denke ich, dass dieser Zusammenhang ein bisschen übertrieben ist, aber nichtsdestotrotz war das für mich definitiv Nachteil.

Der zweite Nachteil (und eigentlich viel wichtiger) des Stone-Kartwagen-Kippprinzip finde ich die kompliziertere Auf- und Entladen des Karts von dem Anhänger. Bei kleineren Höhenunterschiede des Kartwagens und Anhängerboden bin ich fest davon überzeugt, dass es kein Problem ist. Aber bei größeren delta h (wie in meinem Fall) finde ich das Dalmi-Prinzip schon besser. Andere Nachteile bei Stone habe ich nicht gefunden.
Aus meiner Sicht hat das Kippprinzip des Stone-Kartwagens einen großen Vorteil im Vergleich zu Dalmi – der Fakt, dass der Kart auf beiden Seiten auf dem Rahmen liegt. Das Anhängen der schwereren Hinterseite des Karts auf den Hacken bei Dalmi hat mir nie gefallen. Gefällt mir auch jetzt nicht.

Ein weiterer Nachteil des Dalmi-Kartwagens sollte das Seil sein. Es gab Meinungen, dass das Seil kaputt gehen kann und man steht blöd auf der Strecke mit Kartwagen, dem nicht funktioniert. Ehrlich gesagt, für mich war das kein Nachteil. Deswegen habe ich auch diesen Punkt in Klammern gesetzt. Der Kart wiegt ca. 100 kg. 100 kg statische Belastung für ein Metallseil ist nichts. Also Quatsch. Wenn ich aber die ersten Erfahrungen gesammelt habe, habe ich entdeckt, dass das Seil tatsächlich kaputt gehen kann! Später in meinem Review erkläre ich auch wie das möglich ist.

Das höhere Gewicht des Dalmis war definitiv nicht schön aber auch kein K.O. Kriterium. Letztendlich soll ich den Kartwagen nur in dem Anhänger schieben. Keine große Sache. Ist auch so.

Nachdem ich alle diesen Gedanken in meinem Kopf gesammelt hatte, entschied ich für Dalmi. Das Hauptargument war das leichtere Auf- und Entladen aus Anhänger.

So, Entscheidung getroffen, jetzt kam der nächste Punkt:

Anmerkung: weil ich nur 10 000 Zeichen pro Post schreiben kann, soll ich leider mein Review auf mehreren Posts spliten, also habt ihr ein Bisschen geduld... :)

Harka

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Sonntag, 26. August 2018, 21:59

3. Modelauswahl

Wenn ihr die Internet-Seite von Dalmi öffnet, werdet ihr sehen, dass die Firma insgesamt 10 verschiedenen Modellen hat. Die Frage war natürlich – welches Model passt an meinen Anforderungen am besten. Die elektrischen Modelle habe ich schon vom Anfang an ausgeschlossen. Nicht so viel wegen des Gewichts (das Model, das ich letztendlich gewählt habe, wiegt eigentlich wie die elektrischen), sondern wegen der Batterie. Ich wollte nicht noch eine Batterie haben um deren Aufladung ich kümmern muss. Und ich war schon sicher, dass die Übersetzung der Semi-Automatik Modellen so ausgewählt ist, dass es vollkommen OK ist und nicht schwer ist.

OK, 4 Modelle habe ich schon ausgeschlossen, bleiben noch 6. In dem Forum haben einigen Kollegen kommentiert, dass es in bestimmten Fällen von Vorteil ist wenn der Kartwagen größere Räder vorne und hinten hat. Obwohl Wackersdorf (meine Hausstrecke) schön asphaltiert ist und ich eigentlich die größeren Räder nicht brauche, fand ich diese Kommentare trotzdem hilfreich und entschied ich einen Modell mit größeren Reifen zu kaufen. Ich konnte keine Nachteile finden. Das heißt, dass ich das klassische Model Semi-Automatic praktisch auch ausschließen konnte. Es hat hinten große Räder aber vorne sehr kleine. So haben die Modelle Semiautomatic 4BW, SEM. 260RG, D-Alu, GV und GV-up geblieben. Die Semiautomatic 4BW und SEM. 260RG habe ich auch sehr schnell ausgeschlossen. Der Grund ist folgendes: die Gummi-Reifen meines ersten Kartwagens sind sehr weich und das vordere Teil des Kartwagens sehr unstabil ist. Ich befürchtete, dass wenn alle 4 Räder so sind, der Kartwagen wackelig wäre. Diese Befürchtung kann ich jetzt praktisch ausschließen, da wenn ich den Dalmi Kartwagen bekommen habe, habe ich schnell festgestellt, dass die Gummi-Räder bei Dalmi viel stabiler sind und ein Model mit 4 Gummi-Rädern nicht wackelig wird. Zur Zeit meiner Bestellung aber wusste ich das nicht und habe ich diese 2 Modelle ausgeschlossen. Der zweite Grund war, dass ich auch nirgendswo Schotter auf meinem Weg habe.

Also 7 Modelle sind schon weg, bleiben noch D-Alu, GV und GV-up. GV-up habe ich auch schnell ausgeschlossen. Der einzelne Unterschied zwischen GV und GV-up ist, dass das GV-up längere Hebelärme hat und den Kart höher (90 cm laut Dalmi) aufheben kann. Das brauchte ich definitiv nicht und so war meine Wahl zwischen D-Alu und GV. Hier war schon nicht so eindeutig welche Variante ich auswählen soll. Beide haben gleiche Räder, D-Alu wiegt 5 kg weniger (laut Dalmi), dafür hat aber nicht den „Trigger“ für die Fixierung des Hebelarms in Betriebszustand, sondern muss man manuell fixieren. GV hat geschätzt auch ein bisschen größere Wanne. Ich habe auch an Dalmi geschrieben ob sie vielleicht mit der Wahl helfen können. Das Feedback war ungefähr – wenn ich weniger Gewicht möchte – D-Alu, wenn nicht – GV. Also nicht wirklich hilfreich. So viel Zeit wollte ich aber nicht verbringen und habe ich geschossen – GV. Entscheidung getroffen, jetzt kommt der nächste Punkt:

4. Bestellung

Obwohl Dalmi eigentlich ziemlich bekannt in Deutschland ist, konnte ich komischerweise keinen deutschen Online-Shop finden wo der Kartwagen eigentlich verfügbar ist. Aus dem Grund entschied ich für eine Bestellung direkt von der Internetseite von Dalmi-Italien. Die Dalmi-Seite entspricht definitiv nicht der heutigen „Stand der Technik“ bei den Online-Shops aber sobald ich mit PayPal zahlen kann, ist mir eigentlich egal. Nachdem man die passenden Hacken ausgewählt hat (in meinem Fall für DD2), fährt man zu dem Warenkorb fort und dort gab es ein Feld, das mir zu Verwirrung gebracht hat. Und zwar man muss (also Pflichtfeld) der sog. VAT/Fiscal code * eingeben. Das ist eine Nummer, die jeder Italiener oder Jemand, der in Italien wohnt hat. Bei mir ist das nicht der Fall und nach ein bisschen Recherchieren habe ich in dem Feld einfach ein „-„ eingegeben. Hat es funktioniert. Die Bestellung habe ich Donnerstagabend abgeschlossen, schon am selben Abend habe ich eine Bestätigungsemail bekommen, dass sie die Bestellung bekommen haben und Morgen (Freitag) sie schicken werden (aus Italien). Am nächsten Tag habe ich noch ein Mail mit der Verfolgungsnummer (die Sendung wurde mit DHL Express geschickt) bekommen und am Dienstag war der Wagen schon bei mir. Also hier gibt es wirklich nichts zu meckern. Alles hat es ganz schnell passiert…

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Sonntag, 26. August 2018, 22:09

5. Lieferumfang

Der Kartwagen kam in einem Karton mit den folgenden Dimensionen:

index.php?page=Attachment&attachmentID=24103

Eigentlich gut verpackt und fast vollständig vorassembliert. Das einzige, was man noch einbauen soll, sind die Räder (mit der Vorneachse) und die Winde schrauben.

index.php?page=Attachment&attachmentID=24104

index.php?page=Attachment&attachmentID=24105

index.php?page=Attachment&attachmentID=24106

index.php?page=Attachment&attachmentID=24107

In dem Lieferumfang sind auch zwei Anleitungen zu finden – die von Dalmi selbst und die von der Fa. Al-Ko die die Winde liefert. Guter Eindruck machte der Fakt, dass die Dalmi Anleitung auf Deutsch war (die von Al-Ko auch, aber Al-Ko ist auch eine deutsche Firma). OK, war anscheinend Google-Übersetzung, aber trotzdem nice touch. Und Anleitung braucht man eigentlich nicht. Es ist alles selbsterklärend und man kann nichts falsch machen.

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djkasmic (26.08.2018)

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Sonntag, 26. August 2018, 22:29

6. Dimensionen

So, der Kartwagen ist schon eingebaut und bevor ich zu den praktischen Eindrücken gehe, schreibe ich hier nochmal die wichtigsten Dimensionen im Fall wenn sich jemand Gedanken macht ob der Kartwagen in seinem Anhänger, Stellplatz oder wie auch immer was passt. Man muss schon ehrlich sagen, dass den Wagen weder zu den Kleinen noch zu den Leichten zählt. Leider wenn ich die Bilder gemacht habe, habe ich vergessen den Wagen zu wiegen aber die Info werde ich in den nächsten Tagen aktualisieren.

index.php?page=Attachment&attachmentID=24108

index.php?page=Attachment&attachmentID=24109

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Sonntag, 26. August 2018, 22:36

7. Praxis

Und jetzt komme ich endlich zu dem wichtigsten Kapitel – wie funktioniert den Kartwagen in der Realität. Schon bei dem Einbauen merkt man, dass der Dalmi-Kartwagen qualitativ hochwertig gemacht ist. OK, es ist kein Rocket science und auch die Materialien stammen nicht aus den NASA-Laboren aber nichtsdestotrotz den Wagen hat ein paar nice touchs, die einfach guten Eindruck machen. Die soliden und hochwertigen Gummiräder habe ich schon erwähnt. Man denkt, dass alle gleich sind, da gleich aussehen aber das ist nicht der Fall. Die Räder von Dalmi sind sehr gut. Die Winde – top. Fa. Al-Ko hat wirklich sehr guten Job gemacht. Die Winde macht einen sehr soliden Eindruck. Übersetzung ist optimal – es ist weder schwer den Kart aufzuheben, noch langsam. Einen anderen Vorteil der Winde ist, dass sie selbststoppend ist. Also man kann die Winde in jede beliebige Position lassen – die fliegt nicht. Das ist hilfreich wenn man den Kart kippen möchte um was an der Motorseite zu machen, z.B. Den Trigger finde ich auch sehr clever konstruiert.

index.php?page=Attachment&attachmentID=24112

Er hat eine Doppelfunktion. Auf der einen Seite fixiert die Winde-Arme in Betriebsposition durch die zwei Stifte:

index.php?page=Attachment&attachmentID=24113 index.php?page=Attachment&attachmentID=24114

Und auf der anderen Seite fixiert alle Hebelarme in Transportstellung, so man ganz bequem den Wagen aufheben kann und in den Kartanhänger einzuladen. Es wackelt nichts und alles ist stabil. Man kann greifen wo man will.

index.php?page=Attachment&attachmentID=24115 index.php?page=Attachment&attachmentID=24116

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Sonntag, 26. August 2018, 22:46

Für eine bessere Vorstellung wie genau den Wagen funktioniert schaut euch den Link in meinem ersten Post. Ich denke das Video sagt viel mehr als die Wörter. Ich werde aber ein paar Aspekte beschreiben, die nicht auf dem Video zu sehen sind. Früher in meinem Review habe ich erwähnt, dass es möglich ist das Metalseil zu brechen. Hier erkläre ich unter welchen Bedingungen das möglich ist. Den Effekt habe ich praktisch schon bei meinem ersten Nutzen festgestellt. Unter Last ist die Führung des Seils einwandfrei. Sieht so aus:

index.php?page=Attachment&attachmentID=24117

Beim Aufladen des Karts auf dem Kartwagen (also Kart liegt auf dem Boden und geht hoch auf dem Wagen) bleibt auch das Seil immer unter Last. Beim Ausladen direkt in einem Anhänger aber (also Kart ist auf dem Wagen und geht runter auf dem Kartanhänger) passiert folgendes: Die Nase kommt im Kontakt mit dem Anhängerboden und weil die Bewegung des Hebelarms eine Parabel ist bleibt der Kart praktisch in der Luft hängen. Man kann die Winde so viel ausrollen wie man will – es passiert nichts. Man muss entweder die Nase des Karts in dem Anhänger nach vorne zu rutschen, oder den Kartwagen nach hinten. Und bevor man merkt, dass den Kart in der Luft hängt, ist das Seil nicht mehr unter Last. Man kann natürlich in dem Moment den Kart nach vorne zu rutschen (oder den Wagen nach hinten) aber es ist nicht wirklich schön, weil den Kart dann mit einem Stoß wieder seine Position findet. Was macht man dann – die Winde wieder einrollen, damit das Seil wieder unter Last ist und erst dann Kartwagen nach hinten oder Kart nach vorne. Und wenn man das mach passiert folgendes:

index.php?page=Attachment&attachmentID=24118

Weil das Seil nicht unter Last war, ist auch nicht mehr beim Rollen sauber geführt. Als Resultat wenn das Seil wieder Last kriegt, verhakt sich das Seil und die Reibung steigt enorm. Das hat mir nur zwei Mal passiert bevor ich kapiere, dass ich zuerst den Kart rutschen muss, und erst dann die Winde wieder ausrollen aber das war genug ein paar Drähte von dem Seil kaputt zu gehen. Und wenn man das öfter macht kann ich mich schon vorstellen, dass das Seil irgendwann kaputt geht. Die gute Nachricht ist, dass es komplizierter klingt als es in der Realität ist, und nach ein paar Male gewöhnt sich man und alles funktioniert einwandfrei. Auf dem Video von Dalmi ist das auch gut zu sehen auf 1:30 wie der Mann den Kartwagen nach hinten schiebt.

So viel zu dem Thema Aus- und Aufladen. Wenn der Kart auf dem Wagen ist, sitzt er auch sehr stabil dort.

index.php?page=Attachment&attachmentID=24119 index.php?page=Attachment&attachmentID=24120 index.php?page=Attachment&attachmentID=24121

Ich habe schon mehrmals erwähnt, dass mir nicht gefällt, dass der Kart nur vorne auf dem Rahmen liegt und hinten auf der Stoßstange, aber man muss auch ehrlich sagen, dass die Unterstützung vorne genug aussieht und die Stoßstange nicht so viel unter Last ist. Interessanterweise aber, denken anscheinend Dalmi in dieser Richtung und haben vor kurzen ein neues Model gemacht: Teamlift. Dieses Konzept gefällt mir besser und wenn es nicht elektrisch war, hätte ich dieses Model kaufen. Aber wer weiß, vielleicht kommt in der Zukunft auch eine manuelle Version…

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Sonntag, 26. August 2018, 22:49

8. Fazit

Zum Schluss sage ich ein Paar Wörter für wen ist dieser Kartwagen gut geeignet:

Für Alle, die alleine Unterwegs sind.
Für Alle, die nichts aufheben möchten.
Für Alle, die aus irgendwelchem Grund größeren Räder möchten.
Für Alle, die einen Bombfesten Kartwagen mit sehr guter Qualität wollen.

Dalmi GV ist nicht gut geeignet für:

Leute, die immer mit jemand anderen fahren (z.B. Vater mit großem Sohn oder Kumpels).
Rennfahrer, die sowieso mit einem Team unterwegs sind.
Puristen, die das einfache und unkomplizierte Equipment schätzen.
Fitness Freaks, die den Kart als Trainingsgerät für Bizeps nutzen.

Das ist von meiner Seite. Ich hoffe, dass mein Review für jemand anderen hilfreich wäre. Wenn ihr Fragen habt oder extra Fotos oder wie auch immer was möchten – schreibt ihr Kommentare.

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Duscht70 (27.08.2018), hannoah (27.08.2018), GeorgW (27.08.2018)

Müschel

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8

Sonntag, 26. August 2018, 23:44

Du bist echt eine Bereicherung für das Forum ....super Bericht .

Nafta

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9

Montag, 27. August 2018, 06:57

Guten Morgen,

Harka ich muss sagen, dass du dich wirklich reinhängst. Es macht Spass zu sehen, wie Leute in Situationen - ähnlich meiner - an die Sache heran gehen, um dann Ähnlichkeiten und Unterschiede in der Herangehensweise zu entdecken.
Vielen Dank für dein ausführliches Feedback. Ich würde mir wünschen, dass ein Admin dieses Review anpinnt, sodass jeder Neuling direkt diesen Thread lesen kann. Nicht um den Wagen zu kaufen, sondern um eine logische Denkart beim Einstieg in den Kartsport anzuwenden.

Wir anderen Neulinge - können dein Review mit unseren Erfahrungen erweitern. Ohne das lange um Modelle etc philosophiert wird. Denke das bereichert, neben deiner Teilnahme am Forum, den Neulings Bereich ungemein (da man zwar oft sie SuFu benutzt, aber trotzdem viel Zeit investiert um den passenden Thread zu finden).

In diesem Sinne, weiterhin gutes Gelingen und grüsse aus der Schweiz,
Nafta

kartracer84

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  • »kartracer84« ist männlich

Registrierungsdatum: 4. September 2016

Herkunftsland: österreich

Motor: rotax, KZ10

Chassis: birel , CRG

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10

Montag, 27. August 2018, 08:09

@Harka :

Toller Beitrag :) Freut mich das du einen passenden Kartwagen gefunden hast, und wie ich in den anderen beitrag auch geschrieben habe finde ich das Konzept von dalmi am besten zu mir passend , und kann deine erfahrungen nur unterstreichen .


Greeeeeets
wer später bremst ist länger schnell:)