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Matech

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23.01.2018, 13:42

baue eine Motordraisine - div. Fragen dazu

Hallo,

ich plane derzeit eine Motordraisine / einen Schienenjetski / ein Gleismoped (Bsp. Anhang 5) - oder wie man es auch immer bezeichnen will - zu bauen und bitte ich euch um ein paar Tips aus der Praxis, da es vom Prinzip einem Kart ähnelt. :)
Bislang habe ich aber nur Vorstellungen wie sowas aussehen bzw. funktionieren könnte und bitte daher um Unterstützung, wie das ganze konstruiert werden kann.
Als Grundlage habe ich einen Schienenrollwagen (Anhang 1), dessen Spurkranzräder auch verwendet werden sollen.
Ich rechne am Ende mit einem Leergewicht von ca. 80 - 100 kg, zudem eine Zuladung von 250 kg möglich sein soll. Eine Endgeschwindigkeit von 50 km/h wäre völlig ausreichend.

Rahmen:
Im Hinblick auf Gewicht, Größe und Stabilität, soll der Rahmen bzw. die Chassis (ca. 180 cm x 140 cm) aus Vierkant-Stahlrohren als einfaches Rechteck mit Querstreben konstruiert werden.
Oder gibt es hier eine simplere Lösung? Aluprofile wären zwar vom Gewicht her besser, aber die Tragfähigkeit ist vielleicht nicht ausreichend!?

Motor:
Was für ein Motor eignet sich am besten zum Antrieb? Ich hatte an einen 1-Zylinder-Benzinmotor mit 6,5 PS (Bsp. Anhang 2) gedacht und gehe mal davon aus, dass die Leistung trotz einem max. Gesamtgewicht von ca. 350 kg völlig reicht, da der Rollwiderstand aufgrund des Rad-Schiene-Systems natürlich wesentlich geringer ist, als bei bereiften Rädern, zumal auch nicht von extremen Steigungen oder einer unebenen Fahrbahn auszugehen ist.
Sind Eberth-Motoren (Anhang 2) zu empfehlen oder welche eignen sich da am besten?

Kupplung:
Kann eine Fliehkraftkupplung (Bsp. Anhang 3) direkt auf die Kurbelwelle des Motors gesetzt werden?
Welche Größe sollte die haben und welche Modelle wären dafür geeignet?

Getriebe:
Da die Draisine spurgebunden ist und sonst die Fahrtrichtung nur durch Umsetzen um 180° geändert werden kann, ist ein Wendegetriebe (Bsp. Anhang 4) für „Rückwärtsfahrten“ unverzichtbar.
Welche Modelle wären dafür geeignet?

Achswelle:
Über eine Achswelle mit Flanschen, die mit Stehlagern am Rahmen befestigt ist, sind zwei der Spurkranzräder starr miteinander verbunden. Auf die Achswelle soll ein Zahnrad zur Kraftübertragung per Kettenantrieb befestigt werden. Die anderen beiden Räder können einfach über eine Achse, oder auch einzeln, gelagert werden.
Welchen Durchmesser sollte eine 150 cm lange Welle haben? Reichen 2 Lager, oder sollte ein drittes in der Mitte angebracht werden? Ist ein Kettenantrieb ratsam, oder hat dafür ein Riemenantrieb Vorteile?

Bremse:
Auf der Achswelle wird neben dem Antriebszahnrad auch eine Bremsscheibe befestigt.
Welche Größe oder welches Modell sollte man im Hinblick auf die Gesamtmasse hier wählen?

Steuerung:
Vom Fahrersitz soll die Steuerung mit einem kleinen Handhebel erfolgen, der einen Bowden- bzw. Seilzug zum Vergaser steuert, falls möglich. Ein weiterer Hebel steuert die an der Achse montierte Scheibenbremse mechanisch oder hydraulisch.


Vielleicht könnt ihr ja die ein oder andere Frage beantworten, Anregungen einbringen oder gute Ideen mitteilen.

Vielen Dank im Vorraus!

Mit freundlichen Grüßen

Matthias
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Philifeman

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23.01.2018, 13:55

Motor Empfehlung

Servus,

ich würde dir einen TM KZ10C (natürlich Spezial Spezial Spezial) empfehlen:

http://www.prespo.de/shop/motoren-tm/mot…ck-edition.html

Da hast du direkt ein 6 Gang Getriebe integriert, damit deine Kohlenlore mal so richtig vorwärts geht :D

Matech

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23.01.2018, 14:17

Nette Idee :) aber ich wollte mich auf was einfaches beschränken. Wie beschrieben, reicht ein kompakter, pflegeleichter Motor, der 350 kg Masse auf der Schiene bewegen kann und nicht unbedingt mehr als 150€ kostet. Der muss keinen Wahnsinns Anzug haben, da die Räder wegen der geringen Haftung auf den Schienen sonst durchdrehen und eine Endgeschwindigkeit von bis zu 50 km/h reicht auch aus.

Duscht70

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23.01.2018, 16:01

Hi Matech, wegen einem Motor kannste mal an der Kartbahn Liedolsheim anrufen. Die haben letztes Jahr die 9PS 4 Takter von den Leihkarts ausgemuster.
Stehen bei denen nur so rum. Kannst sicher günstig was schnappen.

Deki#91

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5

23.01.2018, 16:31

Hier im Forum findest du wenig bis kaum Konstrukteure und Bastler, daher empfehle ich dir hierzu ein anderes Forum.

Dazu gleich eine Frage, kannst du mir ein Link geben von dem Wendegetriebe ?

Vom Gewicht her bist du sehr optimistisch, ich würde die Fuhre fahrfertig in mittlerer Leichtbauweise auf etwa 200-250kg Leergewicht einplanen. Natürlich kannst du auch Kastenprofil 40x40x2mm nehmen und dann hättest du ein Gewicht allein vom Grundrahmen von knapp 20kg, aber für ein Schienenfahrzeug würde ich eher auf etwas stabileres greifen z.B. 100x50x4mm und da ist der Grundrahmen schon um die 90kg schwer.

Ob der Motor ausreichend dimensioniert ist bedarf es einiger Parameter (Gewicht mit Beladung, maximale Steigung die angefahren werden soll und einen Anfahrsdrehmoment vom fertigen Fahrzeug) dann könntest du zurückrechnen wieviel Drehmoment und Drehzahl deine Antreibsstrang benötigt, aber allgemein kann es so ein Honda GX390 oder Nachbau locker schieben.

Wenn du das weisst dann kannst du die Kupplung bestimmen ob die das nötige Drehmoment auch übertragen kann oder bei der Anfahrt in ihre Bestandteile sich zerlegt.

Achse, zwei grosse Steglager könnten genügen das hängt aber vom Fahrzeuggewicht und der Drehzahl ab. Die Drehzahl hängt von der Geschwindigkeit und dem Durchmesser deiner Räder ab. Bei den Steglagern musst du ebenfalls auf Gewicht und Drehzahl achten weil trotz enormen Durchmesser haben diese gewisse Grenzen die man doch schnell erreicht (=sind ja nur Kugellager drinnen).

Bremse ist ebenfalls eine Sache die vom Gewicht deines Fahzeuges, der Geschwindigkeit und dem gewünschten Bremsweg abhängig ist und entsprechend berechnet werden muss. Aber auf einem Schienenfahrzeug würde ich noch eine zweite Bremse installieren für den Fall der Fälle und eine Notbremsung bekommt man relativ schwer mit einem Schienenfahrzeug über die Räder hin, Schlagwort hier Magnetschienenbremse.

Bei der Steuerung solltest du auch eine Vorrichtung einbauen die ständig überwacht dass der Fahrer noch da ist und ggf. eine Notbremsung durchführt, hier das Schlagwort Totmanneinrichtung.

Besonders die Punkte mit Bremse und Steuerung klingen überflüssig sind aber für ein Schienenfahrzeug sehr wichtig da es aufgrund geringer Reibwerte Räder-Schiene mit etwas Schwung ehwig und drei Tage rollt und kaum von selbst zum stehen kommt, wehe du hast noch ein Gefälle...

Klar geht auch alles ohne, im youtube sieht man vieles was in Indien & Co ohnen jeglichen Sicherheitsgedanken gemacht wird, aber als Mitteleuropäer sollte man ein paar Euros für die eigene Sicherheit und besonders die seiner Mitmenschen investieren.

Hoffe dir ein paar Ansätzte auf den Weg gegeben zu haben und hoffe du hast das nötige Werkzeug (Drehmaschine, Fräsmaschine, Maschinensäge, Schweisszeug, usw.) um dieses Projekt auch zu Ende führen zu können weil meistens sind es kleine Teile die es nicht zu kaufen gibt die man selbst anfertigen muss. Ausserdem rate ich dir das gesamte Fahrzeug vorher zu zeichnen, sonst verbaust du dich schnell...

Matech

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6

25.01.2018, 13:32

Hier im Forum findest du wenig bis kaum Konstrukteure und Bastler, daher empfehle ich dir hierzu ein anderes Forum.

Welches Forum käme Alternativ in Frage?


Dazu gleich eine Frage, kannst du mir ein Link geben von dem Wendegetriebe ?

https://german.alibaba.com/product-detai…0386093484.html


Bremse ist ebenfalls eine Sache die vom Gewicht deines Fahzeuges, der Geschwindigkeit und dem gewünschten Bremsweg abhängig ist und entsprechend berechnet werden muss. Aber auf einem Schienenfahrzeug würde ich noch eine zweite Bremse installieren für den Fall der Fälle und eine Notbremsung bekommt man relativ schwer mit einem Schienenfahrzeug über die Räder hin, Schlagwort hier Magnetschienenbremse.


Aus sicherheitstechnischer Sicht wird meines Erachtens keine zweite Bremse nötig sein. Das soll eine kleine Motordraisine und keine Lok werden.


Bei der Steuerung solltest du auch eine Vorrichtung einbauen die ständig überwacht dass der Fahrer noch da ist und ggf. eine Notbremsung durchführt, hier das Schlagwort Totmanneinrichtung.
Besonders die Punkte mit Bremse und Steuerung klingen überflüssig sind aber für ein Schienenfahrzeug sehr wichtig da es aufgrund geringer Reibwerte Räder-Schiene mit etwas Schwung ehwig und drei Tage rollt und kaum von selbst zum stehen kommt, wehe du hast noch ein Gefälle...
Klar geht auch alles ohne, im youtube sieht man vieles was in Indien & Co ohnen jeglichen Sicherheitsgedanken gemacht wird, aber als Mitteleuropäer sollte man ein paar Euros für die eigene Sicherheit und besonders die seiner Mitmenschen investieren.


Überflüssig sind die Punkte nicht, aber die Totmannschaltung ist etwas übertrieben. Es werden keine Bahnstrecken mit Bahnübergägen, sondern nur kleine stillgelegte (Industrie-)Gleisanlagen befahren. Da der Gaszug mit einer Rückholfeder ausgestattet ist, wird im Notfall wenigstens der Antrieb gestoppt. Wie gesagt, es wird keine Lok.


Hoffe dir ein paar Ansätzte auf den Weg gegeben zu haben und hoffe du hast das nötige Werkzeug (Drehmaschine, Fräsmaschine, Maschinensäge, Schweisszeug, usw.) um dieses Projekt auch zu Ende führen zu können weil meistens sind es kleine Teile die es nicht zu kaufen gibt die man selbst anfertigen muss. Ausserdem rate ich dir das gesamte Fahrzeug vorher zu zeichnen, sonst verbaust du dich schnell...

Vielen Dank! Werkzeug ist vorhanden, oder über Nachbarbetriebe zu besorgen. Gezeichnet wird, wenn klar ist, welche Teile verbaut werden sollen.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Matech« (25.01.2018, 13:40)