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shekk

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06.10.2017, 00:02

Karting im Norden

Moin,

bin neu hier und anscheinend einer der wenigen Menschen, die im Norden Deutschlands Interesse an der Kart-Fahrerei zu haben scheinen.
Nachdem ich dieses und andere Foren nun die letzten Tage durchforstet habe, wird es gefühlt immer schwieriger für mich, den Überblick zu behalten zwischen den ganzen Motor, Chassis und den Kombinationen daraus.
Deswegen erstmal ein paar Eckdaten zu mir, dann dazu, was ich nach derzeitigem Wissensstand für einen sinnvollen Weg erachte - und dann ein paar Fragen dazu.

37 Jahre, 192 cm auf 98 kg, fit, proportional längere Beine als Oberkörper. Karterfahrung bislang nur auf Leihkarts bis 16 PS, In- und Outdoor auf Bahnen rund um Deutschland. Komme eher aus der Automobil-Ecke, fahre ab und zu Slalom und bin auch beruflich eher in diesem Umfeld unterwegs. Motorsportlich seit nun 7 Jahren als ehemals Aktiver und nun Alumni in der Formula Student unterwegs, mit derzeit 3-4 Rennen pro Jahr und ebenso vielen Test- und Abstimmungstagen in unseren aktuellen oder alten Formelwagen (~85 PS auf ~230 kg). Langjähriger BMW-Fahrer. Komplette FIA-homologierte Motorsportausrüstung vorhanden (Unterwäsche, Socken, Schuhe, Handschuhe, Overall, Helm inkl. HANS etc.). Ich weiß, dass ich fürs Kartfahren trotzdem noch einen FIA CIK Overall brauche.

Wohne und arbeite in Braunschweig, ergo bleibt mangels Alternativen quasi nur Oschersleben als Heimatstrecke. Interessante Bahnen sind noch in Bispingen oder Bassum, außerdem komme ich hin und wieder nach Fassberg. Mobilität und entsprechende Reisebereitschaft sind gegeben.

Der Plan: Kart kaufen, eine Weile damit herumspielen und besser werden, dann in NAKC & OAKC einschreiben und dort an so vielen Rennen wie möglich teilnehmen. Dank meines Gewichts und mangels Erfahrung auf Karts rechne ich nicht mit guten Platzierungen in den ersten Jahren, aber ich möchte schon mit Material einsteigen, dass zumindest theoretisch vorne mitfahren kann. Außerdem fahre ich gerne quer, wenn es also erstmal nur dafür reicht, bin ich auch schon zufrieden.

Was ich hier bislang gelesen habe, lässt mir folgende Optionen:
a) Schalterkart-Chassis (CRG oder ähnlich, um verlängern zu können) mit IAME X30 oder Rotax Max bestücken, damit herumeiern, bis es mir zu langweilig wird, dann Schaltmotor nachkaufen (welchen?), umbauen.
Vorteil: längere Wartungsintervalle, Wartung einfach, insgesamt günstiger, relativ flott, Start in Rotax- oder X30 Senior-Klasse möglich, TaG
Nachteile: keine Schaltung, weniger Leistung als Schalterkart, wird vermutlich irgendwann zu langweilig (bevor die Flames kommen, "irgendwann" ist absichtlich ungenau...)

b) Schalterkart-Chassis (CRG oder ähnlich, um verlängern zu können) mit Schalter-Motor (TM K9c? KF2?) kaufen
Vorteil: VA & HA Bremse via Fusspedal zu betätigen, maximale Leistung, Schaltung (ist bei Karts eigentlich Zwischengas notwenig / sinnvoll?), Langzeitmotivation (da komplexeres Gesamtgebilde), Start in KZ2 / Gentleman Klasse möglich, teils TaG
Nachteil: noch teurer als a), empfindlichere Technik, bescheidene Wartungsintervalle

c) DD2 Kart kaufen
Vorteil: zwei Gänge, ganz gute Leistung & Moment, recht flott
Nachteil: passt nur auf ein spezielles Chassis, nur zwei Gänge, empfindliche Technik, die öfter ausfällt, braucht Fremdstart / Anschieben, ist - soweit ich das korrekt verstehe - keine zugelassene Klasse in den angestrebten Serien. Deshalb keine richtige Option für mich.

Mein Budget für den Kauf würde ich mal derzeit auf rund 3.000 € ansetzen, plus Krempel drumherum, Kartwagen, Werkzeug und Kleinkram.
Laufende Kosten hängen wohl vom Kart selbst ab, aber 2-3.000 € / Jahr sind in Ordnung, wenn dafür auch viel Fahrzeit bei herausspringt.

Was mir fehlt:
- Jemand aus dem Großraum Braunschweig / Hannover, der genug Ahnung von der ganzen Materie hat und mir bei Auswahl und Kauf eines geeigneten Karts helfen möchte. Und der dann ggfs. auch mal mit mir fahren geht.
- Einen kompetenten Händler aus dem gleichen Großraum, der mich nicht komplett über den Tisch zieht für Teile und Reparaturen (habe aus dem Forum hier schon ein paar Onlineshops wie https://www.keep-racing.de/ extrahiert)
- Mehr Kartstrecken in meiner Gegend, auf denen man sich mit a), b) oder c) austoben kann
- Die Info, inwieweit man auch im Winter Kartstrecken findet, die einen fahren lassen - und was das einem bringt (sprich, wie empfindlich reagieren Karts-Intermediates oder -Wets auf niedrige Temperaturen)
- Eine Zusammenstellung oder Website, die die ganzen Motoren & Chassisvariationen gegenüberstellt und vergleicht oder zumindest die ganzen Abkürzungen erläutert (ist KZ bzw. KZ2 ein Motor, ein Chassis oder eine Klasse? Was ist am X30 Senior anders als am X30 - nur Bremsen und Startgewicht? Woran erkenne ich ein Schalterchassis als solches? Und und und....)
- Die Rückmeldungen von euch, was von meinem Plan Sinn macht und was nicht, am besten mit Verbesserungsvorschlägen

Danke!

Noci

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2

06.10.2017, 07:15

Moin shekk,

Das sind ja eine Menge Fragen auf einmal.

Ich bin aus Salzwedel und kann dir sicher weiterhelfen. Ich fahre selbst X30 Senior und KZ2 / Gentleman in NAKC und anderen Serien.
Ich habe auch einiges an Material zum Testen zu stehen, so dass man sich z.bsp. in Fassberg mal zum Testen treffen kann.

Deine anderen Fragen, kann ich dir denke ich auch beantworten. Ich habe selbst erst mit 37 mit dem Kart fahren angefangen.
Mit 38 gleich mal die erste NAKC Saison und nun schon die 5 Saison hintereinander;-)

Ich kann dir sagen, dass der Weg, sich erst zu informieren und dann zu kaufen, der Richtige ist.

Kannst mir gerne PN oder Mail schreiben ( per PN )

Mit freundlichen Grüßen
Nico

Andreas Schroeder

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3

06.10.2017, 13:29

Aaaaalter.... der erste Kartneuling in diesem Forum der genau weiß was er will und auch die alten Threads gelesen und verstanden hat. :thumbup:

Wenn erst mal so ein Konzept steht wie du es beschrieben hast, kannst du hier mit Sicherheit auf viel Hilfe hoffen.
Aber die meiste Hilfe wird kommen wenn du auf deiner Hausbahn die Leute kennenlernst. ---- Die Kartscene ist klein und viele neue kommen nicht. So zumindest meine Erfahrung.

So wie du schreibst, würde ich dir klar Variante B nahe legen, allerdings direkt mit einem KZ10 b oder c und dein Budget muss auf 4000€ aufgestockt werden + Kleinkram ohne Anhänger nochmal 1000€.

Anschließend heißt es fahren fahren fahren. Schalter fahren ist nicht schwer (aber anstrengend) wenn du erst mal auf der ein und selben Bahn trainierst und dir von den alteingesessenen genügend Tipps holst.
So nach 8-10 Tage fahren wirst du schon sehr dicht an den tagesaktuellen Zeiten sein wenn du es halbwegs drauf hast. Vergleich dich da nicht mit den Fliegengewichten!
Anschließend würde ich erst mal 2-3 Clubläufe mitfahren und wenn du dir gebrauchte Reifen kaufst, kommst du auch mit deinem Jahresbudget hin solange nichts am Motor fliegt!

An der Strecke wirst du schnell Bekanntschaft mit Leuten haben, die du nach den Revisionen fragen kannst. Dazu wird dir jeder was sagen können. Oft ist auch jemand an der Bahn der sich darum kümmert. (Shop/Teams/ etc.)
Übers Ohr hauen wird schwierig.... Teilepreise sind überall ersichtlich + Mannkosten die leicht variieren. In der Regel tut sich da nicht viel.


Zu deinen anderen Fragen werden sicherlich noch einige Antworten kommen.
Hab dazu leider gerade keine Zeit, aber am Montag könnte ich dir auch noch n bisschen was beantworten.

Gruß ANdreas

sjoerns

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4

06.10.2017, 14:03

Hi, bist da richtig gut vorbereitet! Fast...deine Beswchreibung zum DD2 sind falsch:

Zitat:"c) DD2 Kart kaufen

Vorteil: zwei Gänge, ganz gute Leistung & Moment, recht flott

Nachteil: passt nur auf ein spezielles Chassis, nur zwei Gänge,
empfindliche Technik, die öfter ausfällt, braucht Fremdstart /
Anschieben, ist - soweit ich das korrekt verstehe - keine zugelassene
Klasse in den angestrebten Serien. Deshalb keine richtige Option für
mich."

Hat eigene Batterie und Anlasser somit OHNE Anschieben. Die Schaltere müssen angeschoben werden (es gibt glaube ich auch mit Batterie, aber das habe ich noch nie an der Bahn gesehen). ALLE ROTAX-Motoren (DD2 ist Teil der ROTAX-Motorengruppe) haben eine Batterie und werden somit OHNE Anschieben gestartet.

Die Wartungsintervalle sind für einen Rennmotor bei ROTAX recht lange. Fahrzeiten lt. ROTAX 50h bis zur großen Revision. Ich mache es immer nach 35h - was aber im privaten Bereich schon lange ist, bis die gefahren sind. Bei anderen Motorenkonzepten natürlich kürzer (Einflussfaktoren sind aus meiner Sicht dabei die Literleistung und die Drehzahl in der Motor sich am meisten befindet - ist beim Schalter bedingt durchs Schalten immer im oberen Drehzahlband).

Der DD2 ist aus meiner Sicht EXTREM UNEMPFINDLICH und ist sehr einfach einzustellen. Wir haben mitlerweile von ROTAX Junior, Senior bis zum DD2 gefahren. Wir haben zwei DD2 und es funktioniert alles bestens. Zum Schalter fehlt aber dennoch Leistung.Dafür ist es extrem wartungsarm. Ob du Schalter oder DD2 nimmst hängt von Deinem Ambitionsniveau ab. Wir (ich 48 und mein Sohn 17) wollen auch mal nur für einen halben Tag an die Bahn und fahren und da muss nicht immer die Düse gewechselt werden. Vorraussetzung wie bei allem ist natürlich, dass das Material gewartet ist. Wir fahren lieber als dass wir schrauben. Da hat hier im Forum aber jeder so seine Meinung zu ;( .

ROTAX IMMER VERPLOMBT KAUFEN mit MOTORENPASS. Es gibt ja viele Hochbegabte die alles Können - und durch die Plombe am Motor lässt sich zumindest ausscheiden, dass rumgemurkst wurde. Die Laufzeiten sind immer 3-8 h nach der großen Revision :ironie: . Da musst du aufpassen / vertrauen...oder dir die Belege der Revision zeigen lassen...dann kann man eher schlecht als recht abschätzen ob das sein kann. Wir fahren an einem kompletten Karttag ca. 90 minuten reine Fahrzeit mit einem DD2 Motor. Um an einer Serie / Einzellrennen teilnehmen zu können müssen ROTAX-Motoren verplombt (so wie ich es kenne) sein.

Gruß

sjoerns

p.s.:Dem Threadersteller wird nicht geholfen, wenn jetzt im kleinteiligen Bereich über Revisonsintervalle diskutiert wird. So wie ich es bei Rotax handhabe kann man es machen, muss man nicht. Ich hatte bei zwei DD2 noch keinen Schaden. Immer zwischen 30-35h Intervall. Die Schalter machen glaube ich alle 6h Kolben und alle 18h Pleuel. Der Kolben kann zum Beispiel selbst gewechselt werden, da der Motor nicht verplombt ist

GeorgW

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06.10.2017, 14:19

- Einen kompetenten Händler aus dem gleichen Großraum, der mich nicht komplett über den Tisch zieht für Teile und Reparaturen
Hallo,
da wäre die Firma TOM-TECH (http://www.tom-tech.de/) aus Peine in der Nähe, ist auch offizielles Rotax-Servicecenter.
Gruß, Georg

shekk

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6

06.10.2017, 23:16

Ha, na das läuft doch hier.

Erstmal danke an Nico für die Bestätigung, dass im Norden doch auch ein paar Kartfahrer herumturnen. Den Fassbergtermin am 21.10 werde ich wohl hinbekommen und sonst bleiben wir gerne in Kontakt und ich gucke mir deinen Fuhrpark einmal aus der Nähe an.

Andreas, kannste nochmal ein paar Takte zu dem KZ10 sagen (das kam mir bisher nicht unter) und warum ich das will, statt einem KZ2? Was ist der Unterschied? Und was heisst KZ überhaupt? Ist das jetzt ne Marke, Klasse, Gattung oder einfach nur der allgemeine Begriff für ein Schaltkart?
Da mir die potentielle Teilnahme an so vielen Rennen wie möglich wichtig ist, werde ich schon etwas kaufen, was ich auch quasi überall fahren kann - und KZ10 ist mir bislang in keinem Reglement untergekommen. Heisst das ggfs. noch irgendwie anders?

Sjoerns, zum DD2 hatte ich hier auch schon anderslautende Meinungen gehört, nur überwogen gefühlt die Negativmeldungen. Aber das mit TaG ist sehr gut zu wissen - haben Schaltkarts dann nie TaG oder nur manchmal? Kann man das nachrüsten? Und warum macht es fast niemand...? Ist doch nervig, wenn man immer jemanden zum anschieben braucht?
Bin da ansonsten ganz bei dir - ich bin zum fahren da, nicht zum schrauben. Habe nichts gegen letzteres und mache das auch mal ganz gerne, aber vor allem soll Gummi durchgebracht werden. DD2 läuft also unter Rotax - heisst das dann auch, dass im Reglement z.B. vom NAKC die DD2 in der Rotax-Klasse fahren würden? Oder in Rotax Max? Oder...? Denn separat genannt habe ich DD2 - genau wie KZ10 - noch nirgends in den Klasseneinteilungen gesehen.

Zu den Revisionsintervallen konnte ich hier ebenfalls schon Daten sammeln und habe einen groben Überblick, was da auf einen zukommt. Da musste ich auch erstmal schlucken, beim Schalter ist das schon übel. Wenn ich nicht so scharf aufs Gänge wechseln & die Leistung wäre, würde es wohl v.a. deswegen eher der X30 / Rotax Max werden. Allerdings ist mir noch nicht klar, was der Unterschied zwischen "kleiner" und "großer" Revision ist und warum letztere finanziell so reinhaut, obwohl der Kolben schon für ~100 € zu haben ist.

Georg, danke für den Link. Habe auch bereits von dem Kart"verein" in Peine gehört; die organisieren da wohl das ganze Drumherum für einen und man muss dann nur zum Renntermin kommen und fahren. Das ist aber irgendwie nicht so meins, möchte schon ein eigenes Kart und damit machen, was auch immer ich für richtig halte.

pehaha

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7

07.10.2017, 11:40

Hi Shekk

ohne ALLES gelesen zu haben......

1) Willst du 2T fahren, kannst du einige der genannten Bahnen vergessen, weil nur LK und zum anderen im Norden fast nur 4T fahren darf. zB Bassum.

2) Ja Schalter sieht geil aus, ja super Sound......ja....6 Gänge ist wie richtiger Rennsport. ABER....die vielen ABER hast du auch gelten?
Kart hat nichts mit Fahrkünsten die man Automobilsport erworben hat zu tun. Auch die Fahrphysik ist eine ganz spezielle.
Daher vertrete ich die Meinung, wie ein Kart tickt......lernt man wenn der Kopf nicht überlastet ist mit Schaltvorgängen, mit ruckeln in der Kurve...mit VergaserSetup.
Gas & Bremse und fahren, Popometer bekommen. Sich ans Fahrverhalten rantasten.
Daher vertrete ich immer die Meinung, erst gehen lernen bevor man laufen will. Von daher kann man zB sich ein KZ Chassis zulegen, packt einen X30 oder Max drauf,
legt die vordere Bremse lahm oder baut sie aus (Gewicht) ..... und lernt fahren. Dann kann man sich einen KZ Motor anschaffen und baut auf erlerntes auf.

3) Wartung, Kosten.....mit deinen Anfahrtwegen wirst du nicht so oft im Jahr zum fahren kommen (auch von der Witterung) als das du einen KZ in der Saison revidieren muss.
Zumal KZ so anstrengend ist, das du nicht so viel Stints wie mit einem getriebelosen Kart fährst.
Ich muss aber sagen, ich hatte selten technischen Ärger mit KZ, mit TAG hast du mal Anlasser Versagen, zuviel Kabel und CDI Geschisse....am KZ ist ne klass. Zündung, keine Batterie u.ä.
Wenn alles OK ist, springt ein KZ nach 1m an. Pirouette auf der Bahn, musst halt selbst anschieben...bei 1,92 muss man gelenkig sein.

Hätte ich sofort mit KZ angefangen, wäre ich total überfordert gewesen. Allerdings hat mich die Umstellung von TAG auf KZ auch 1 Saison beschäftigt. Fahrstil anpassen, Vergaser verstehen, Übersetzung richtig wählen. Bremspunkte neu finden.

Fazit: Ich kenne mehr Leute die mit KZ begannen und das Handtuch warfen , als diejenigen die es auch gebacken bekamen. Meist sind das die rollenden Schikanen an den man schlecht vorbei kommt.
(auf der Geraden zu schnell und in den Ecken fährt man auf)
Und IMMER freundlich bleiben :D und die FORENREGELNlesen und beachten.

Es gibt viele Menschen,die sind der lebende Beweis dafür, dass Hirnversagen nicht zum Tod führt.

Philipp74

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8

07.10.2017, 12:10

Also ich habe auch erst vor 2 Monaten angefangen Kart zufahren, auch direkt mit einem Schalter und ich komme super klar... werde immer schneller und bin auch nur noch 2.5 Sekunden hinter den besten Zeiten der DKM. Was das Technische an geht findest du bestimmt auf der Bahn welche die dir am Anfang helfen können.

shekk

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9

07.10.2017, 15:02

Pehaha, danke fürs Feedback.

1) Ich weiß nicht, will ich 2T oder 4T fahren? Sah hier bislang so aus, als wäre 2T trotz der deutlich intensiveren Wartung aus Leistungssicht der bessere Weg. Und auch hier wieder - im Reglement diverser Rennserien tauchen anscheinend kaum jemals 4-Takter auf, also bringt mir das dann auch nichts.

2) Bislang empfinde ich das Karten durchaus als "richtigen Rennsport", dann kann das ruhig auch ein bisschen fordernd und anstrengend sein :] Dass ich mich umstellen und umdenken muss, ist mir klar. Ich finde es allerdings eher anspornend, Schwierigkeiten beim Fahren zu haben, weil einem dann erstmal nicht so schnell langweilig wird und man immer etwas dazu lernen kann.
Trotzdem verstehe ich deinen Einwand. Ich habe nur Bedenken dabei, mir jetzt für ~3k ein Kart zu kaufen, plus passendes Werkzeug, Teile und Klimbim, plus Wartung - und dann nach einem Jahr nochmal 2k plus wieder anderes Werkzeug und Ersatzteile für den nächststärkeren Motor zu verpulvern. Ich nage nicht am Hungertuch, aber rauswerfen muss ich die Kohle auch nicht unbedingt. Oder kann man die "alten" Sachen dann noch halbwegs gut wieder loswerden?

3) Zu der Anstrengung kann ich nicht viel sagen, habe ja noch kein Rennkart mit dieser Leistung und entsprechend guten Reifen bewegt. Aber die Anfahrt nach Oschersleben und Faßberg sind jeweils ne gute Stunde, das ist ohne weiteres möglich. Da sollte schon jedes ~zweite WE was gehen und dann wird sich das vermutlich ganz gut rappeln mit den Betriebsstunden. Ich kaufe so ne Karre ja nicht, damit die dann im Schuppen verstaubt :] Und das Wetter stört mich auch nicht sonderlich, finde Regenfahrten sogar eigentlich ganz cool. Hoffe nur, dass die Bahnen das auch zulassen.
Am liebsten würde ich beide Variationen (also X30 / Rotax Max vs. KZ) einmal probefahren, aber das ist halt quasi nicht machbar - deswegen versuche ich ja, mich hier so schlau wie möglich zu machen.

Andreas Schroeder

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10

07.10.2017, 16:48

Ui ui ui.... so viele Fragen, aber für den Anfang verständlich.
Ich hatte 12 Jahre Pause und bin dann auch wieder eingestiegen, allerdings direkt in einen Schalter und kam schon am ersten Tag sehr gut klar.
Wenn man erst mal nur auf einer Strecke mit anderen trainiert, wirst du das auch.
Hört sich auch so an, dass du nicht auf den Kopf gefallen bist. Klar wird dir der X30 mega Spaß machen, aber du willst schnell vorne mitfahren und nicht ständig überholt werden und das deprimiert :D

So zu deinen Fragen aus dem letzten Post...

Der Begriff KZ steht erst ein mal für die Getriebeklasse (damals noch ICC). Jedes KZ Kart ist gleichzeitig auch ein Schaltkart.
Diese KZ-Klasse ist nochmal unterteilt in KZ1 und KZ2 und unterscheidet sich ausschließlich in einem unterschiedlichen Regelmount.
Der KZ10 (b/c) ist einfach nur die Bezeichnung von dem Hersteller TM. Wobei der KZ10c der neuste Motor von TM ist. Unterscheiden tun sich die Motoren kaum... andere Kühlung, anderes Drehmoment, anderer Durchzug, etc.
Alle Motoren sind auch im Verhältnis gleich schnell. Der eine Motor geht unten etwas besser und der andere Motor im oberen Drehzahlband.

Zu den Revisionen...
... liest sich böse, ist aber halb so wild.
Ein Schalter ist Wartungsarm und hält in der Regel. Gut mir ist letzte Woche die Sekundärwelle gebrochen, aber das passiert :cursing: :D . Klemmer oder Kurbelwellenschäden sind eher die Ausnahme und liegt meistens an den Leuten die hinterm Lenkrad sitzen bzw. meinen zuviel am Vergaser experimentieren zu müssen.
Stell das Ding fett ein und er läuft und läuft und läuft.

Am Tag wirst du ca. 30-max.90 min fahren und wenn du merkst das du deine Linie nicht mehr halten kannst, weil sich deine Kondition dem Ende neigt.....stell das Ding ab.
Alles danach macht keinen Sinn mehr und kostet unnötig Geld.

Kleine Revision... ca.130- 200€ (beim TM) wenn du es von jemanden machen lässt.
Dazu gehören Kolben, Nadellager, Bolzen und eventuell den Zylinder n neuen Kreuzschliff verpassen oder auch mal n Ölwechsel vom Getriebe. Alle 7-8 Stunden im Hobbybereich und wenn du vorne mitfahren willst nicht mehr als 6 Stunden. Der Unterschied ist schon enorm.

Große Revision... ca. 400- 800€ beim TM (Maxter, Pavesi, Debai, Iame, etc. ähnlich bis teurer) alle 20-24 Stunden.
Dazu gehören die gleichen Sachen wie bei der kleinen Revision plus Kurbelwelle wuchten/pressen, neues Pleuel, Simmerringe, neue Lager (Kugel oder Rollenlager<-- Rollen deutlich teurer).
Den Rest muss man einfach beurteilen wenn der Motor auseinander ist.... Kupplung, Membrane, etc.
Dann gibt es noch verschiedene Ausführungen von den Bauteilen welche sich natürlich stark im Preis unterscheiden. Fährst du nur Hobby oder Clubsport reicht es dicke wenn du auf die 0815 Komponenten zurück greifst.

An deiner Stelle würde ich nicht auf einen TaG. Klar lernst du damit sauber fahren und ne saubere Linie, aber wenn du dann auf KZ umstellst, beginnst du wieder von vorne und es kostet wieder Geld. Du hast ordentlichen Plan, dann würde ich daran auch festhalten.
Es gibt auch KZ Motoren mit Onboardstarter, aber sowas sieht man selten. Trägst halt wieder unnötig Gewicht mit dir rum und das selber anschieben und reinspringen ist kein Hexenwerk. Üb am besten bei dir in der Einfaht das reinspringen und alles wird gut.

Ich springe heute auch nicht immer rein (Hab starke Gweichtsschankungen und passe dann nicht auf Anhieb mit meinen Arsch in den Sitz)
Aber das ist kein Problem.... irgendwer hilft immer dich anzuschieben und ist auch auf allen Bahnen was ganz normales. Vor Lachern musst du keine Angst haben... eher wenn dir beim Anschieben 5 mal das Kart verreckt :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Andreas Schroeder« (07.10.2017, 16:59)


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