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Defender78

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Montag, 28. September 2015, 08:36

Ryger Schalter Motor mit 70 PS

Es tut sich wohl was auf dem Motorensektor für Schalter.
Es gibt einen neuen Motor mit dem namen Ryger.
Dieser basiert offesnichtlich auf einem VM Motor und leistet ca. 70 PS, bei bis zu 30 tsd. Umdrehungen.
Ist offensichtlich chon von der CIK als KZ Motor homologiert. (siehe Bilder auf der Facebook Seite)

Ryger Engine

CIK Homologation Ryger

Da bin ich ja mal auf die Reaktionen der etablierten Hersteller gespannt.

Stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Defender78« (28. September 2015, 08:42)


BB-K

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Montag, 28. September 2015, 09:33

Ryger ist der Nachfolger vom VM02. Die Jungs haben die Gussformen gekauft und z.B. das Kurbelgehäuse ohne Änderung übernommen. Ich hatte so einen Motor noch nicht, das Spülungskonzept vom Zylinder ist für mich aber sehr fragwürdig, da die Vorverdichtung komplett fehlt. Ob der Motor vorne fahren wird bezweifle ich, müssen wir aber abwarten. Was auf jeden Fall Schwachsinn ist, ist die angeblich gemessene Leistung des Rygers. 56,5PS (keine 70) geht ohne Direkteinspritzung und Auslassschieber nicht. Das erreicht man im Bereich der 125er Motorräder gerade so und dort sind Werksteams am Start mit Möglichkeiten von denen wir im Kartsport nur träumen...

Technisch außerdem nicht realisierbar sind 30000 Umdrehungen bei einem Hub von 54,5mm macht 54,5 m/s. Das ist mit Nikasil/Alu Paarung nicht zu bewerkstelligen. Zudem ist die Belastung auf dem Pleuellager so groß, dass sich der Motor zwangsweise selbst zerstört. Aktuell sind wir mit den 20 und 22mm Hubzapfen schon an der Grenze der Belastbarkeit, darüber wird zwar die Flächenpressung geringer aber die rotierende Masse ebenfalls größer, was bei minimalen Unwuchten wieder in Selbstzerstörung resultiert. Weiter geht es mit der Gemischaufbereitung, wo soll der Sprit herkommen um unter Last noch annähernd eine solche Drehzahl zu bringen ohne in niedrigeren Bereichen vollkommen zu überfetten? Auch hier: ohne geregelte Einspritzung nicht machbar.

Aber der Hersteller hat doch genau erreicht was er will: Die Homologation ist noch nicht durch, durch Facebook Postings wird suggeriert, dass alles "in Trockenen Tüchern" ist und im Forum wird über den Motor geschrieben. Außerdem werden erfahrene Hersteller so hingestellt, als ob sie Idioten wären und ihren Kunden "gedrosseltes" Material weit jenseits der Möglichkeiten verkaufen.

Wenn die Herstellerangaben stimmen (tun sie nicht) fahren nächstes Jahr alle Ryger. Ich werde mein Geld aber nicht mal für einen Prototypen ausgeben.
Ihr braucht Ersatzteile für Motoren? PN an mich.
Leistungsmessung und Abstimmungsarbeiten? PN an mich

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zcorse

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Mittwoch, 14. Oktober 2015, 15:48

Ciao BB & Defender78

BB hat recht einige eckzahlen gehen gar nicht aber das sei dahingestellt , man redet über den Motor.
Doch gibt mir das Prinzip des geteilte Pleuel zu denken (Wird bei den Schiffsdiesel genutzt um eine Ruhigen Drehverlauf zuhaben / zu bekommen. Das sind aber Hubraumstarke Motoren und drehen langsam)

BB hat gesagt (Ich hatte so einen Motor noch nicht, das Spülungskonzept vom Zylinder ist für mich aber sehr fragwürdig / Zitat) Wenn jemand das Prinzip der Wasser pumpen mit Membranen kennt dann kann er sich eine Bild / Idee machen was die Jungs genau vorhaben / vorhaben könnten

Lassen wir uns überraschen.

Bye ZCORSE
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Motormaxe

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Mittwoch, 14. Oktober 2015, 22:35

Egal was dabei raus kommt.

Es wird genug Leute geben die sich so nen Motor kaufen werden.

Selbst wenn alles funzt, die Frage ist wie lange.

Die Kernfrage ist doch ob man so was braucht, um Motorsport betreiben zu können.

Wenn der Kartsport eine breite Masse ansprechen soll, brauchen wir langlebige Motoren.

Wahrscheinlich wird das bei 30.000 nicht unbedingt der Fall sein.

Ich freue mich aber auf die erste Begegnung mit so einem Motor.

Und die Vergangenheit hat ja gezeigt wie schnell Fahrerfelder auseinander brechen können, wenn die Kosten explodieren.

Grüße vom Motormaxe

zcorse

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Donnerstag, 15. Oktober 2015, 09:07

Hallo Jungs

Das mit den 30'ooo sehe ich eh nicht. Ein Wunsch Denken, wenn sich die Idee des geteilten Pleuel einiger Masse sich durchsetzt,dann kann das den Kartsport recht verändern. Ich bin immer gerne mit neuen Ideen konfrontiert, aber die Kosten dieser Entwicklung sollen und dürfen wir nicht tragen. Klar es sind Rennmotoren aber wir sind auch nicht Dagobert Duck und sein Geld Speicher.
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is2late

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Donnerstag, 15. Oktober 2015, 09:34

Was soll ein solches Monster auf unseren kurzen Rundstrecken??? Ist ja toll, wenn auf der längsten Geraden 200 km/ h erreicht werden, aber wer wird diese Jungs dann noch mit einem Max oder gar einem Wf oä zusammen trainieren lassen? Die Dinger sind ja nicht mehr kalkulierbar - ich hab nach der Kurve gerade noch über die Schulter gesehen, weit und breit kein anderes Kart - aber vor der nächsten Kurve setzt dann plötzlich ein solcher Blitz zum Überholen an. Vielen Dank auch!

Aus meiner unmassgeblichen Sicht sind 30 PS plus minus und von mir aus 45 PS für Schalter völlig ausreichend, aber auch genug. Oder ist ein 70- PS - Kart in der Kurve schneller? Ist ein besserer Fahrer derjenige, der zwei Sekunden schneller ist, weil er die Gerade mit 200 statt mit 120 herunterfegt? Was ist dem Fahrer eine solche Zeit wert?
Ich würde mir einen 4t-Schalter wünschen, vielleicht mit 40 PS und Wartungsintervallen von 100 Stunden. Motormaxe: :thumbup:
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Msinger (19.10.2015)

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Freitag, 16. Oktober 2015, 00:06

Ein fast doppelt so starker Motor macht dich nicht doppelt so schnell auf selber Fahrbahnlänge und wie du schon sagst besteht ein Grossteil der Kartbahn aus Kurven.

Die mathematische Faustregel (P=a*m*v) besagt das man das dreifache an Leistung aufbringen muss um doppelten Geschwindigkeitsanstieg zu erreichen. Daraus resultierend ergibt sich aber eine 4-fach (!) grössere Beschleunigung wenn man die Geschwindigkeit auf selber Fahrbahnlänge (die nun mal durch die Streckenführung physikalisch vorgegeben ist) erreichen muss. Um das zu erreichen müsste das Kart bei 140kg etwa 170PS haben und würde 0-200km/h in etwa 3,5sec beschleunigen !

In Natur wird das 70PS Kart glaube ich auf der geraden um 3-5km/h schneller sein als ein doppelt so schwächeres Kart, das könnte aber durchaus am Ende der Runde einige 1/10sec ausmachen sofern das Kart durch die Kurven mindestens gleich so gut kann und die überschüssige Geschwindigkeit auf gleicher Strecke abbauen kann.

30.000min-1 bei der üblichen Masse (Kolben, Pleul, usw.) eines heutigen 125ccm 2-Takt Motors halte ich für nicht möglich ...

is2late

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Freitag, 16. Oktober 2015, 07:06

Hi,

das ist interessant.....Kann aber irgendwo etwas nicht passen. In Embsen zB komme ich mit 30 PS und optimaler Übersetzung auf 110.
Schalter und Hirths erreichen da mW bei/über 130 km/h. Wf habe ich mit 90 km/h in Erinnerung. Kann das einer der Embsener verifizieren?
Auch das Ergebnis sieht in der Praxis anders aus: Mit 30 PS komme ich ohne Curbräubern auf tiefe 36er, während Hirths und Schalter 34er und
besser schaffen. Differenz also gute 2 Sek bei 50 Prozent bzw 100 Prozent mehr Leistung.
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tj2002

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Freitag, 16. Oktober 2015, 12:12

Du vergleichst ein Antriebsstrang ohne Gänge mit einem Antriebsstrang mit Gänge, das kann man nicht so verallgemeinern im Bezug Leistung zur Beschleuningung und der daraus resultierender Endgeschwidkeit.

Wenn dein Motor ein Getriebe mit 6. Gänge hätte wäre der Geschwindigkeitsunterschied auf der Geraden zu einem Schaltkart nicht so gross. Daher wird der Geschwindigkeitsunterschied auf der kurzen Geraden einer Kartbahn zwischen einem Schaltkart mit 40PS (140kg) und einem Schaltkart mit 70PS (140kg) nicht so wie von dir befürchtet gross sein ... klar könnte das 70PS Schaltkart am Ende der Runde schneller sein, nur ich wollte dich drauf ansprechen das ein 70PS Schaltkart niemals 200km/h auf der selben Kartbahn erreichen wird auf der ein 40PS Schaltkart 100km/h erreicht !

is2late

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10

Freitag, 16. Oktober 2015, 15:54

ja klar, das verstehe ich.
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