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schröder

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81

Freitag, 3. Dezember 2010, 17:33

Wenn man keine Vergleichsdaten (gleiche Steckenbedingungen, gleiches Setup und relativ gleichwertige Fahrerperformance) zur gleichen Zeit hat hat, dann ist die Analyse schwer und endet oft in der Interpretation der "Suchenden".

Datenanalyse macht doch nur Sinn, wenn ich feste Bezugsgrössen habe. Ein Problem besteht bei dieser Art der Vorgehensweise immer; der Schnellste lernt halt´nur, das er schneller ist.

Wenn ich zwei Fahrer vergleiche, dann partizipiert immer nur der Langsamere.

@ LFcom

Sind deine selbstentwickelten Programme unisono auf andere Programme übertragbar? Aerodynamik hin oder her?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »schröder« (3. Dezember 2010, 17:34)


karkar

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82

Freitag, 3. Dezember 2010, 22:58

@lfcom
aber was ist denn erfahrung in diesem gebiet?!
eigentlich ist deine erfahrung doch auch nichts anderes als ein vergleich.
du hast sagen wir mal bei schröder ne datenauswertung gemacht. 2 wochen später machst du eine bei mir (angenommen gleiche klasse etc.) so, du erkennst meine fehler dann doch nur, indem du mich mit schröder vergleichst. sicher, erfahrung spielt insofern eine rolle, dass du faktoren wie z.b. anderes wetter etc. einschätzen kannst und somit abwägst, das ich eigentlich besser unterwegs bin, obwohl ich 3/10 langsamer bin, weil bei mir die bahn einfach schlechter war (nur ein bespiel) aber für einen hobbyfahrer oder auch rennfahrer, der nur seine eigenen daten kennt, macht das ganze doch eigentlich wenig sinn. denn vergleich den er eigentlich bräuchte erhält er dann doch nur durch dich und das macht ihn schnell, nicht die reine datenauswertung..

@ schröder
würde ich so nicht sagen, kein fahrer ist perfekt und man kann von jedem lernen. und sei es nur 1 kurve die der langsame besser fährst, so kann sich der schnellere auch steigern. oder von mir aus fährt der langsamere reifenschonender und man kann in den daten suchen, warum seine reifen länger eine konstante performance bieten...

gruß
karkar
In diesem Sinne---Keep Racing

Pepper

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83

Samstag, 4. Dezember 2010, 01:28

Groß/Klein

Sei mir nicht böse :D Es gibt Buchstaben in Sätzen , die man GROSSCHREIBT , :P

kann ja keine SAU lesen :ironie:

schröder

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84

Samstag, 4. Dezember 2010, 10:07

RE: Groß/Klein

Das wird dem Karkar wohl bekannt sein, zumal seine Rechtschreibung, Zeichensetzung und der Satzbau darauf schliessen lassen, dass er des Deutschen mächtig ist.
Schon mal daran gedacht, dass einige unterwegs sind und z.B. mit dem Iphone oder ähnlichem posten.

Ich weiss, auch da gibt es eine Groß-/Kleinschreibung. Ist aber nervig.

@karkar

Du hast recht, der Schnellere kann vielleicht Kleinigkeiten finden, richtig partizipieren tut der Langsamere.

Der Schnellere ist meist der, der langsamer aussieht ;). Das kann man oft auch in der Datenauswertung wiederfinden.

LFcom

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85

Sonntag, 5. Dezember 2010, 09:48

Zitat

Original von mistered
Hm, meinste? Man sollte doch so nah wie möglich ans blockieren der Räder kommen. je nach Reifen und Strecke liegt da die Verzögerung beim Kart doch bei 1 - 1,1 g schätz ich mal. Hab ich also 0,95 auf der Uhr find ich das gut, bei 0,7 muß er sich noch etwas steigern. Wahrscheinlich ist auch da Bremsdruck in Verbindung mit Verzögerung interessant.


Was du meinst, ist das, was man das Ausreizen den Kamm'schen Kreises nennt.
In diesem Sinne wäre es natürlich schon schön zu wissen, ob der Fahrer am Limit bremst. Nur kommt halt dazu, dass der Kamm'sche Kreis Theorie bleibt und man nicht in jeder Kurve, auf jeder Strecke und bei jedem Wetter Idealbedingungen hat.

1,1g sind z.B. Werte für einen normalen PKW Reifen. Ein Kartreifen hat aber durch seine Klebkraft einen Reibwert von etwa µ = 2, was theoretisch gesehen Verzögerungen von über 5g erlauben würde. In Ampfing z.B. ergeben sich oftmals Querbeschleunigungen in dieser Höhe. Sieht man aber den Kamm'schen Kreis an, bemerkt man, dass die Verzögerung in Längsrichtung wesentlich geringer ist, obwohl die Theorie sagt, dass ein Reifen in Umfangsrichtung höhere Kräfte übertragen kann.

Und jetz kommt die Praxis ins Spiel.. Bei der Bremsung z.B. brauch ich keinen Vergleich, denn wenn ich den zeitl. Verlauf des Bremsdrucks sehe, dann sieht man, dass der Fahrer schon selber merkt, wann er zu früh und wann er zu spät bremst. Nur leider weiß er das teilweise gar nicht... Beliebter Fehler sind zwei Hochpunkte/Maxima bei einer Bremsung. Und dafür brauchts keine Vergleichsrunde, des sieht ein Blinder, dass das zu früh war. Dass der Fahrer zu spät bremst, zeigt er mir dadurch, dass er den Bremsdruck nicht kontinuierlich abbaut, sondern Bremsdruck hält. (Häufigster Fehler) Meistens kommt dann der Fahrer rein und jammert dass das Chassis grob untersteuert. Und genau da setzt dann der Punkt ein, wo sich das Datarecording schon seinen Platz an der Sonne verdient hat. Denn ohne das Zeug würde jetz der Mechaniker den kompletten Freitag damit verbringen verzweifelt zu versuchen das Untersteuern wegzubekommen. Ein kurzer Blick in den Affenkasten hätte gezeigt, dass die Lusche am Lenkrad nur die Bremspunkte verschläft und daher das Untersteuern kommt.

Freitag gerettet - ohne Vergleichsrunden

Karkar, du hast in diesem Sinne recht, dass die Erfahrung selbstverständlich auf Vergleiche früherer Erlebnisse basiert. Aber bevors jetz philosophisch wird... Je mehr Theorie UND Praxis man drauf hat, desto weniger bist du auf Vergleiche angewiesen. Ich vergleiche natürlich auch, wenn ich die Möglichkeit hab. Auch aus dem Blickpunkt, dass dann der Fahrer schneller davon überzeug ist, was ich ihm da so erzähl.
Aber auch der schnellste Fahrer kriegt seinen Einlauf, wenn er gepatzt hat. Es bleibt also nicht dabei, dass er nur weiß, dass er der schnellste war.

Zitat

Original von karkar
denn vergleich den er eigentlich bräuchte erhält er dann doch nur durch dich und das macht ihn schnell, nicht die reine datenauswertung..



Selbstverständlich! Ich erkläre zwar jedem immer gerne die das Datarecording funktioniert und schreib ja auch fleißig Bücher, aber insgeheim hoffe ich trotzdem, dass ihr davon keine Ahnung habt und mich zahlreich für Tests und Rennen bucht, damit ich gleich warme Brötchen am Teller hab 8) :tongue:


Zitat

Original von schröder
Sind deine selbstentwickelten Programme unisono auf andere Programme übertragbar? Aerodynamik hin oder her?


Oh, wenn ich die beiden Programme selbst entwickelt hätte, dannwürde ich grad längst auf meiner Jacht in der Karibik sitzen und Schampaninger schlürfen... :P

Matlab ist das Überprogramm schlechthin!Mathworks.de

und Mathcad ist ein extrem cooles Mathematiktool mit dem man ohne Programmierkenntnisse schnell aufwändige Rechenaufgaben lösen kann:
Bild

Aber um die Frage nicht zu beantworten: jein :D
Liebe Grüße
Dominic Liebl

Hier gibts die Fahbücher "Rennfahrzeugdynamik - Kartsport" und "Rundenzeitoptimierung durch Datentechnik"

www.kartmarkt.com

https://www.facebook.com/#!/pages/Kartmarktcom/110220919011002

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LFcom« (5. Dezember 2010, 09:53)