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PSE

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21

Montag, 2. November 2020, 00:42

Abgesehen davon, daß Lehrdorne in IT3 gefertigt werden und nach den Regeln des Maschinenbaues die Fertigungspräzision der Düsen höher sein müsste,
könnte Dellorto ja sagen, daß die aufgestempelten Zahlen nur Kennzahlen zur Orientierung sind und keinen direkten Bezug auf Angaben in 1/100mm haben,
bzw. Gemeinsamkeiten nur zufällig wären...

Weil man ja auch nicht weiß, mit welchen Werten all die Berechnungsprogramme arbeiten, sollte man diesen lieber nicht blind vertrauen, aber man probiert´s ja eh aus,
dann merkt man tendenziell schnell was die Realität ist.
Deshalb bei einem Hersteller (vorzugsweise Dellorto) bleiben, damit die Reihenfolge stimmt.

Deki#91

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22

Montag, 2. November 2020, 10:32

Mit IT3 hast du Recht, ich habe es etwas ungenau formuliert (weil ich mich drauf konzentriert habe zu erklären wie genau das ganze eigentlich ist) und habe den Toleranzbereich beschrieben der für meine selbstgebauten Lehren gilt.

Deki#91

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23

Donnerstag, 12. November 2020, 11:42

Ich habe gestern nochmal Hauptdüsen 125-135 mit meinen einfachen Messmitteln vermessen.

Die Bohrung ist bei dieser Düsengrösse um 0,08mm grösser als angeschrieben.

Aber die Abstufung zwischen den Düsen war immer exakt richtig, somit kann man damit gut arbeiten.

Ansonsten sind die Düsen sehr genau gefertigt und bin mir daher sicher dass die grössere Bohrung einen gewollten Hintergrund hat (nicht laminare Strömung, daher hat Dellorto wahrscheinlich mit Durchflusstests erruiert um wieviel die Bohrung grösser sein muss um die Menge an Treibstoff zu liefern die auf der Düse steht ... das würde auch dafür sprechen wieso bei grösseren Düsen auch die Bohrung näher an den angeschriebenen Wert kommt).

Wichtig ist das man originale Düsen kauft, drauf ist ein <INC> eingraviert ! Bitte achtet auf das !

Ich habe eine eMail (mit bescheidenen Italienisch) an Dellorto geschrieben, mal sehen ob sich jemand dort die Mühe macht und die eMail beantwortet.
»Deki#91« hat folgende Datei angehängt:
  • mainjet133.jpg (57,65 kB - 24 mal heruntergeladen - zuletzt: 22. November 2020, 00:49)

winfried

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24

Donnerstag, 19. November 2020, 08:44

Hallo,

bezogen auf meinen Eintrag vom 1. Nov. eine Ergänzung.

Hatte die Gelegenheit 3 HD im Labor mit einem Steriomikroskop messen zu lassen.
Das Ergebnis zeigt, Messen mit der Messlupe, zumindest bei mir, zu ungenau.

Die von Deki#91 erwähnte Gravur ist vorhanden.

Bez.: 165 gemessen 1,76
Bez.: 168 gemessen 1,79
Bez.: 172 gemessen 1,82

Kann mann davon ausgehen, dass die Programme zur Gemischbildung das tatsächliche Maß auswerfen, oder die Bezeichnung der Düse.
Da dem Programm Durchmesser-Werte zugrundeliegen, denke ich es ist das Maß.

Was ich meine, das Programm sagt 168 und ich nehme eine 158er, weil das tatsächliche Maß 0,11 größer ist.

Grüße
Winfried

Deki#91

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25

Donnerstag, 19. November 2020, 10:30

Wenn die App 168 vorrechnet, dann würde ich im ersten Schritt auch zu einer 168 +/-1 Düse greifen (Feinabstimmung nach der ersten Fahrt dann machen).

Ich glaube nicht dass die App Programmierer das Geheimnis gelüftet haben, aber es wird Tatsache sein wenn 168 drauf steht dann stellt diese Düse so viel Treibstoff zur Verfügung wie rechnerisch für diese Grösse vorgerechnet (unabhängig davon wie gross die Bohrung tatsächlich ist).

Auf eine Antwort von DellOrto warte ich noch immer, glaube kaum das ich eine bekommen werde.

Ich möchte mir jetzt auch ein Miktoskop kaufen, kannst du das Teil als Messgerät empfehlen ?

winfried

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26

Donnerstag, 19. November 2020, 11:06

Hallo Deki#91,

das Steriomikroskop ist ein Industriegerät, welches mit einem Rechner und Bildschirm verbunden ist.
Die Düse wird auf dem Bildschirm dargestellt und durch editieren der Kante (Bohrung gegenüberliegend) gemessen.
Die Handhabung hat die Unschärfe wie genau der Bediener editiert (also tatsächlich über die Mitte und nicht die Sehne).
Die Wiederholgenauigkeit ist 0,01.
Zur Genauigkeit des Gerätes kann ich nichts sagen.

Die Standardanwendung in diesem Labor ist Gussfehlergrößen im Mikrobereich zu erfassen.
Ich war bei der Messung zugegen und denke die Genauigkeit ist +- 0,01.

Grüße
Winfried

PSE

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27

Donnerstag, 19. November 2020, 12:38

Nachdem ich die HD´s mit der hochpräzisen Zeiss-Meßmaschine hab messen lassen, bin ich nochmal ins Labor und hab mit dem Mikroskop nachmessen lassen,
weil ich auf Nummer sicher gehen wollte.
Das Ergebnis war annähernd das gleiche.
Beigefügt 2 Bilder mit dem Mikroskop gemessen.
»PSE« hat folgende Dateien angehängt:
  • 142.JPG (49,13 kB - 39 mal heruntergeladen - zuletzt: 22. November 2020, 00:51)
  • 165.JPG (50,24 kB - 27 mal heruntergeladen - zuletzt: 21. November 2020, 12:28)

winfried

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28

Donnerstag, 19. November 2020, 14:22

Hallo PSE,
ich denke, man kann mitnehmen, die HD sind 0,1 größer als bezeichnet.

Da ich für meinen Motor (AUXRO xr 50) keine Gemischbildungs-App (siehe das neue Thema bei Wankel-Motore) finde und auch noch keine Info eingestellt wurde ob die App eines anderen Motors verwendet werden kann, begnüge ich mich mit der Erkenntnis, dass der bezeichnete Wert systematisch 0,1 größer ist.

Grüße
Winfried

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29

Donnerstag, 19. November 2020, 21:02

Hallo Winfried,
was letztendlich aufgestempelt ist, ist nicht so von entscheidender Bedeutung, Hauptsache die Systematik ist die gleiche, dass alle durch die Bank größer sind
und leztztendlich geht ja keiner blind ins Rennen, ohne vorher auszuprobieren.
Aus meiner Sicht sollte ein Bedüsungsprogramm für einen Dellorto VHSH30 vom 2-Takter auf einen Wankel grob übertragbar sein,
weil ja die Gemischbildungsregeln die gleichen sind, auch würde ich einschätzen, daß ein Wankel bei Lambda etwas kleiner 1 genau wie ein
2-Takter seine beste Leistung abgibt. Weil der Wankel mit 1:50 statt 1:25 gefahren wird ist im Vergleich mehr Sprit drin, also tendenziell etwas fetter im direkten Vergleich.
Auch beim 2-Takter wird ein Bedüsungsprogramm nicht direkt vom Schreibtisch funktionieren, da gibt es viele Einflußgrößen, die man erst mal einjustieren muss,
damit eine Verifizierung auf einen Motortyp erfolgen kann, wie z.B. bei der HD.
Wenn der Wankel z.B. bei einer 145er HD 10.000 1/min. dreht und gut geht (soweit man das beim Wankel auf dem Bock ausprobieren kann?),
ist dann halt die 145er HD als Referenz gesetzt, egal was das Ding tatsächlich für einen Durchmesser hat.
Programme mit graphischer Darstellung haben natürlich dann den Vorteil, daß wenn man eine Referenzbedüsung hat, man sich bei Veränderungen gut daran orientieren kann.
Programme, die nur Zahlenwerte ausspucken, sind mit Vorsicht zu genießen.

Gruß,
Peter

winfried

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30

Freitag, 20. November 2020, 00:06

Hallo Peter,

Danke für deine Einschätzung!

Nutzt du ein solches Gemischbildungsprogramm.
Da Schalter, zumindest der TM auch den Dellorto VHSH 30 CS verwenden würde ich zu diesem Programm tendieren.
Es gibt im Apple Store von dem Entwickler Jet Lab, LLC mehrere Gemischbildungsapps, für verschiedene Motore, die laut Beschreibung und Vorschau gleich gehalten sind.
Soweit man es in Vorschau und Beschreibung der App beurteilen kann, sind vielfältige Parameter einstellbar, auch der Ölanteil.

Verstehe ich es richtig, diese Programme berechnen die Gemischbildung und berücksichtigen für die im Programm einstellbaren Motore dessen bekannten "Eigenheiten", daher auch Apps für unterschiedliche Motorenhersteller, mit dem jeweiligen Vergaser.
Das Programm berechnet die Gemischbildung mit den verbauten Düsen, Nadel Emulsionsrohr (Ringspalt), Schieber usw. unter Berücksichtigung von Temperatur, Luftdruck, verwendete Oktanzahl.
Das ist ja im ersten Schritt motorunabhängig und beschreibt das Kraftstoff-Luft Gemisch bei unterschiedlicher Schieberöffnung.

Ist dir bekannt, ob die Programme auch eine Berechnung ohne voreingestelltem Motor erlauben??

@An alle, hat jemand die App für TM Motore mit Vergaser VHSH 30 CS von Jet Lab, LLC in Verwendung?
Wenn ja, könnte mir mal eine Berechnung mit den aktuell verbauten Komponenten meines Vergasers erstellt werden?
Das würde mir eine Einschätzung erlauben, ob es für mich Sinn macht diese App zu kaufen (16,99€).


Da der AIXRO xr 50 nicht wirklich vollgasfest ist, traue ich mich nicht auf dem Bock höhere Drehzahlen abzurufen (so wie 2T abgestimmt werden).
Ich werde da mehr mit dem Kerzenbild und der Schmierspur der Dichtleisten arbeiten müssen.


Gerade fällt mir ein, dass der User Tom lange einen Wankel hatte (heute Schalter) und diesen offensichtlich auch selbst gewartet hat.
Den schreibe ich mal an.


Grüße


Winfried

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »winfried« (20. November 2020, 00:16)


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