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Kart2018

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Sonntag, 10. Mai 2020, 23:00

Wie fest die Bremswinkelstücke in den Bremssattel schrauben / anziehen ?

Hallo,

eine Frage die ich leider bisher nicht aufklären konnte:

Wie schraubt man die Eckwinkel für die Stahlfelxbremsleitungen in den Bremssattel richtig rein.

Werden diese so (bomben)fest geschraubt bis die nicht mehr weiter gehen (und dann womöglich in die "falsche Richtung" schauen oder reicht es, wenn man vor der falschen Endstellung (d.h. wenn die schon einigermaßen fest sind), aufhört auch wenn die noch bewegt werden könnten ?

Sollte man dann noch mehr Dichtband nehmen als das wenige, was "ab Werk" um die Winkel ist ?


Danke.

Deki#91

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2

Sonntag, 10. Mai 2020, 23:53

Entweder mehr Teflonband auf das Gewinde aufbringen oder noch besser ein Kupfer Dichtring dazu nehmen...

Kart2018

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3

Montag, 11. Mai 2020, 08:42

Danke, aber lassen sich Deine danach noch bewegen?
Habe da so viele unterschiedliche Meinungen gehört. Von bombenfest bis besser nicht, da für das Gewinde schlecht. Daher interessieren mich die Erfahrungswerte....

briggsTwin

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4

Montag, 11. Mai 2020, 08:46

Dem muss ich leider widersprechen. Sorry, Deki ...


Da es sich hier um ein konisches Gewinde handelt, kann nicht mit Dichtringen gearbeitet werden.

Ich persönlich halte auch Teflonband hier für unangebracht. Es ist so weich, dass es schlecht Spalte überbrückt.

Auch beruflich mache ich das so, dass ich die Verschraubung erstmal von Hand ganz einschraube und schaue, ob die Position schon gut ist. Ab dieser handfesten Position kann man dann mit Werkzeug noch eine halbe bis dreiviertel Umdrehung weiterdrehen.

Die Dichtigkeit übernimmt dann Loctite Gewindedichtung. Zum Beispiel 577.

Das ist dann nach 24h fest und braucht auch nur handfest angezogen werden. Dadurch kann man fast immer seine Wuschposition erreichen.

Kart2018

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Montag, 11. Mai 2020, 09:07

Danke, dh auch wenn ich nur handfest eindrehe und dann Loctite 577 nehme, reicht es aus ?

Mein Problem ist nämlich, dass der halbe Gewindegang mit Werkzeug das Ding in die falsche Richtung schauen lassen würde...

Kart2018

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Montag, 11. Mai 2020, 09:25

---und das Problem wird auch sein: Wie kriegst Du die Dinger wieder auf, um z.B. die Topfmanschette rauszudrücken, wenn diese defekt ist ?

Deki#91

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Montag, 11. Mai 2020, 12:08

Bei einigen Bremszangen kann man den Verbinder von Bremszange zu Bremsleitung mit geringen Kraufaufwand komplett bis zum letzten Gewindegang eindrehen... war auch der Meinung dass hier immer auf ein konisches Gewinde zu treffen ist oder vielleicht ist nur das Innengewinde bei manchen Bremszangen zu gross und das konische Gewinde des Verbinders wird dadurch unwirksam.

Man kann es zwar einkleben wie beschrieben und das wird sicherlich funktionieren, aber bedenke dass man dann keinen besonders hohen mechnischen Kraftschluss hat, daher meine Idee diesen entgegen eine Kuper Unterlegscheibe herzustellen und abdichten mit Band oder Kleber.

Mit der Dicke der Unterlegscheibe kann man die Ausrichtung des Eckverbinders bestimmen.

Loctite 557 verliert laut Datenblatt ca. 5% an Festigkeit pro 1000h in Verbindung mit Bremsflüssigkeit.

Kart2018

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Montag, 11. Mai 2020, 12:42

... Dann darf die topfmanschetten nur etwas über 2 Jahre defekt gehen... :D

briggsTwin

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Montag, 11. Mai 2020, 14:31

Bei Loctite wird Werkstoffabhängig ein Losbrechmoment angegeben, das für M10 ( was in etwa dem Gewinde hier entspricht) bei 20...30 Nm liegt.

Ich glaube kaum, dass sich da was losrappelt.

Man kann den Einschrauber allerdings mit etwas Kraft wieder entfernen, ohne dass das Gewinde beschädigt wird.

Da die Bremsflüssigkeit nicht tief ins Gewinde eindringt, dürfte der tatsächliche Alterungsprozess vernachlässigbar sein. Das mir vorliegende Datenblatt zeigt sogar eine Festigkeitserhöhung ...

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Kart2018 (11.05.2020)

Deki#91

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Dienstag, 12. Mai 2020, 01:00

Ich habe mir Loctite 557 angeschaut, du meinst wohl 577 das wird sogar beim Kontakt mit Bremsflüssigkeit fester... ich sehe dass 262 ist noch ein Tick stärker.

Ich habe bis jetzt zu einem anderen Hersteller gegriffen und das fühlt sich für mich nicht so stark an, aber 20-30Nm (ohne Vorspannung) sind echt eine Ansage und deswegen habe mir zwei Prüflinge vorbereitet die ich morgen testen werde.

Gefühlsmässig hätte ich eher 4-6Nm oder im Idealfall 10Nm geschätzt, aber morgen teste ich es aus ... lasse es 24h trocknen.