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Harka

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271

Freitag, 13. September 2019, 13:34

Soo, Vorgestern habe ich noch einen Reifen zerstört, wieder linke Seite, diesmal hinten. Ich weiß nicht ob von den Bildern sichtbar ist, aber die Innenseite des Reifens war komplett deformiert und am Ende hat sich gerissen.

index.php?page=Attachment&attachmentID=24786

index.php?page=Attachment&attachmentID=24787

Kann es sein, dass es um "graining" geht? Ich habe ein bisschen recherchiert und eine mögliche Lösung war den Nachlauf-Winkel zu vergrößern. Ich habe auch den Warmdruck kontrolliert - er war in Ordnung. Anscheinend aber mit den sinkenden Temperaturen und fallenden Grip soll ich wahrscheinlich auch die Geometrie anpassen...

Harka

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272

Freitag, 27. September 2019, 09:01

Hallo wieder,

endlich Grip hinten! Ich habe letzte Woche ein Bisschen mit der Geometrie vorne experimentiert.

Meine Ausgangssituation war folgendes (beide Exzenter zeigen nach vorne):

index.php?page=Attachment&attachmentID=24844

Mit diesem Setup fahre ich seitdem ich den Kart habe.

Die erste Einstellung, die ich probiert habe waren beide Exzenter mit 90° nach innen, also positiver Sturz:

index.php?page=Attachment&attachmentID=24845

Ich habe bewusst die extremste Position gewählt um einfach die Effekte besser zu spuren. Und die waren signifikant. Der Kart ließ sich sehr leicht in die gewünschte Position lenken, Null Untersteuern, aber auch Null Grip hinten. Es war totale Drift-Machine, machte viel Spaß zum Fahren, aber auch ziemlich langsam. Ich konnte nur eine Runde knapp unter 53 s machen und das war das Beste was ich mit diesem Setup erreicht habe.

Nächster Versuch: beide Exzenter nach hinten zeigen:

index.php?page=Attachment&attachmentID=24846

Das Grip an den Hinterräder war plötzlich da! Das Lenken war nicht soo leicht und präzise, aber von den Rundenzeiten habe ich sofort bemerkt, dass ich viel schneller bin. Und zwar nicht nur schneller, sondern auch konstanter. Zum ersten Mal konnte ich 5 Runden nacheinander zwischen 52,25 und 52,5 s machen. Ich konnte nicht meine beste Zeit verbessern (52,24) aber meine Theoretisch beste habe ich schon – 51,11. Also das Setup funktioniert definitiv besser als die frühere Position mit den beiden Exzenter nach Vorne. Als Nachteil habe ich am Ende des Tages gesehen, dass das vorne-links Rad wieder sehr hohen Verschleiß hat. Also das Grip vorne ist definitiv nicht optimal jetzt. Nächstes Mal probiere ich mit dem oberen Exzenter nach hinten und der untere nach vorne.


Unabhängig von der Geometrie machen mir die Bremsen vorne Sorgen. Die Bremsbeläge sind sehr ungleichmäßig verschlissen.

index.php?page=Attachment&attachmentID=24847

Ich gehe davon aus, dass sich wahrscheinlich die Kolben unterschiedlich leicht bewegen. Hat jemand Erfahrungen mit den BSS Bremsen von Tony? Im Winter werde ich die definitiv revidieren.

Noch eine unschöne Geschichte ist, dass ich meinen Werkzeugkoffer auf der Boxengasse vergessen habe und leider nicht mehr gefunden. :( Ich glaubte nicht, dass jemand sowas klauen kann, aber Fakt ist, dass eine Woche später ist er immer noch nirgendswo zu finden und keiner hat ihn im Shop oder Werkstatt gelassen. War kleiner Koffer mit nicht so viele Werkzeuge drin, aber das Gefühl ist trotzdem bitter...

TONY83

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273

Freitag, 27. September 2019, 09:43

Das mit der Bremse haben wir auch an unserem Tony so gehabt . War zwar die Hinterradbremse also die BSD aber mit gleichen Problemen. Habe die Bremse einmal überholt mit neuen kolben und Manschetten und jetzt nutzen sich die Beläge gleichmäßig ab.
Habe mir direkt 2 Sets gekauft mit allem was man zur Revision benötigt. Ca 30 Euro pro Satz. Also billiger als alle Nase lang neue Beläge kaufen .
same shit different day ...

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Harka (28.09.2019)

Struppi

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274

Samstag, 28. September 2019, 20:03

Hallo Harka,

du hast nur 8.8 vorne drin? an den Achsschenkelnschrauben? ne, für mich kommt da nur 10.9 rein! ist das Standdart bei Tony? verzinkt auch noch.
Ich ziehe blank/brüniert vor. Oder ziehst du das wegen der besseren Bruchdehnung die 8.8 vor der 10.9 vor? Sehr gerne Information von einen Ingenieur / Techniker hierzu? Danke, lerne sehr gerne dazu.

Viele Grüße,

Struppi

Harka

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275

Samstag, 28. September 2019, 23:32

Hi Struppi,

ich bin fast 100% sicher, dass die Achsschenkelschrauben die standart von Tony Kart sind.
Bezüglich der Festigkeitsklasse - ich kenne die genauen Kräfte natürlich nicht, aber ganz ehrlich, ich kann mich nicht vorstellen, dass die 8.8 nicht genug wäre. Kennst du jemand, der eine Achsschenkelschraube gerissen hat? Das größere Prozent der Bruchdehnung der 8.8 im Vergleich zu 10.9 hat für mich nicht so große Bedeutung.

Harka

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276

Samstag, 28. September 2019, 23:50

Das mit der Bremse haben wir auch an unserem Tony so gehabt . War zwar die Hinterradbremse also die BSD aber mit gleichen Problemen. Habe die Bremse einmal überholt mit neuen kolben und Manschetten und jetzt nutzen sich die Beläge gleichmäßig ab.
Habe mir direkt 2 Sets gekauft mit allem was man zur Revision benötigt. Ca 30 Euro pro Satz. Also billiger als alle Nase lang neue Beläge kaufen .

Alles klar. Genau das werde ich auch im Winter machen.

Struppi

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277

Sonntag, 29. September 2019, 11:31

Hi Harka,

ich habe verbogene Achsschenkelschrauben im Kopf, sowas hatte ich mal. Bei den Kartchassis, die ich gefahren habe, waren (früher) fast immer 10.9 bzw 12.9 verbaut.

Eine abgerissene, ne. Das die Lager kaputt gingen,ja. Das der Achsschenkel krumm, verbogen war, auch ein Ja.

Macht anscheinend der Beruf, das ich da jetzt zum überlegen anfange. Unser Hobby / Sport erzeugt schon Kräfte.

Wir sehen uns, viele Grüße.

Struppi

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278

Montag, 30. September 2019, 12:04

Hi Struppi,

wenn ich eine Komponente mit einer anderen, der stärker, steifer, härter, etc., als die von dem Hersteller eingebauten, ersetze, frage ich mich immer an erster Stelle zwei Fragen –

1. wurde nicht die Original-Komponente bewusst schwach ausgelegt?
2. Dient die Original-Komponente nicht als Art Sicherung für anderen Komponente, die teurer sind?

Nehmen wir ein hypothetisches Beispiel – wir haben eine unendlich starke Achsschenkelschraube, also absolut unkaputtbar. Das heißt, dass bei einem Unfall diese Schraube keine Energie absorbieren wird, sondern „weiterleiten“ an der nächsten schwachen Komponente. Die Bauteile, die im direkten Kontakt mit der Schraube sind, sind die Achsschenkellager, Achsschenkelhülse und die Exzenter. Die Komponenten, die im indirekten Kontakt sind, sind die Achsschenkel, und der Kartrahmen. Also, abhängig davon welche die nächste schwächste Stelle in der Kette ist, können bei einem Unfall folgenden Sachen kaputt gehen – die Lager, die Achsschenkel, die Exzenter und alle dazugehörige Passungen inklusive die von dem Kartrahmen. Mit der Ausnahme der Lager, alle anderen Komponenten sind viel teurer als die Achsschenkelschraube, die 5 EUR kostet. Also ich persönlich würde sehr, sehr vorsichtig sein wenn ich diese Schraube stärker mache. Bei einem Unfall bevorzuge ich eine krumme Schraube als krumme Achsschenkel oder im schlimmsten Fall – zerstörte Rahmenpassungen.

Wenn die Schraube schon bei normalen Fahren krumm geht – das ist natürlich was anderes und heißt, dass die Schraube für diese Anwendung nicht gut ausgelegt ist. Ist aber bei mir nicht der Fall.

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Struppi (30.09.2019)

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279

Montag, 30. September 2019, 19:55

Hi Harka,

damals war das Standart. 10.9 bzw. 12.9. Bei meinen aktuellen, muss ich erst schauen. Ist Orginal. ;-)

Das was billiges kaputt geht, bevor was teueres geschrottet wird, da ist was dran. Ich denke an das Cent Teil der Sicherheitskupplung bei unseren Prüfständen, bevor ein 200.000€ teuerer Motor hoops geht und das teure Zubehör.

Vielen Dank für deine ausführliche Erklärung.

Viele Grüße,
Struppi :thumbup: